- 01.02.2012, 15:32:42
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LR Ragger: Sozialberufe-Gespräch mit "Geburtsfehler"
Neben fairer Lohnerhöhung Vollzeit-Quote erhöhen
Klagenfurt (OTS) - Mit Bedauern sieht der Kärntner Sozialreferent
LR Mag. Christian Ragger den drohenden Lohnkonflikt in der
Sozialwirtschaft. "Mit rund 7.000 Beschäftigten ist diese der größte
Arbeitgeber in Kärnten", stellt er die Relationen klar. Als
Sozialreferent habe er Verständnis für die Forderung nach einer
fairen Lohnanpassung. "Eine angemessene Erhöhung ist ein Faktor, aber
es gibt noch ein zweiten, der aber die Sozialorganisationen als
Arbeitgeber trifft. "Das vielfach beklagte niedrige Lohnniveau hängt
u.a. damit zusammen, dass ein großer Teil der Mitarbeiter nur
Teilzeitbeschäftigungen bekommt, obwohl sie selbst gerne in Vollzeit
arbeiten würden." Hier müsste laut Ragger ein Schwerpunkt gelegt
werden. Er verweist auch darauf, dass er für 2012 u.a. mit den
Pflegeheimen und den mobilen Diensten vereinbart habe, dass das Land
Kärnten für deren MitarbeiterInnen die Kollektivvertragserhöhung plus
einem 0,5-%igen Ersatz für die Biennalsprünge gewähren werde.
"Ich stehe für Fairness in der Sozialwirtschaft. Dazu gehört aber
auch, dass die Sozialorganisationen nachweisen, wie effizient sie als
Arbeitgeber arbeiten. Das funktioniert nicht immer optimal. Den
MitarbeiterInnen gebührt für ihre wertvolle Arbeit in Pflegeheimen,
Behinderten- und, Jugendwohlfahrtseinrichtungen jedenfalls eine
angemessene Entlohnung", betont LR Ragger.
Er bemängelt einen "Geburtsfehler" der Lohngespräche der
Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe
(BAGS). "Es ist kein einziger Vertreter der verantwortlichen
Geldgeber von Bund und Ländern bei den Gesprächen dabei. Dennoch ist
immer wieder von ihnen die Rede. Sie sitzen imaginär am
Verhandlungstisch. Das sollte man ändern", fordert LR Ragger.
Weder er noch andere Sozialpolitiker bekämen Informationen über den
Verlauf der Lohngespräche. "Leider scheinen sich die Dinge
zuzuspitzen, aber jene, welche die finanzielle Verantwortung tragen,
erfahren dies nur über Medien", kritisiert er abschließend.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Büro Landesrat Mag. Christian Ragger
Tel: 0463/22701
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