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OTS0167   1. Feb. 2012, 13:06

Schatz zu Arbeitslosenzahlen: Beste Sparmöglichkeit ist Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit


"Die deutliche wachsende Arbeitslosigkeit, vor allem
bei Frauen und bei LeiharbeiterInnen ist ein Alarmsignal. Dass die
Regierung dem Wildwuchs bei prekären Beschäftigungsverhältnissen
einfach zugeschaut hat, fällt immer, wenn es enger wird, zuerst den
Schwächsten am Arbeitsmarkt auf den Kopf.Es sind Frauen, ältere
ArbeitnehmerInnen und Menschen mit geringen Qualifikationen, die in
Krisen zuerst den Job verlieren. Es ist höchst an der Zeit massiv
gegenzusteuern", fordert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin
der Grünen.

"Das Wichtigste ist, Menschen die ihren Job und damit ihr Einkommen
verlieren die Existenz zu sichern. Wenn schon vorher der Job mies
bezahlt war, können Betroffene anschließend vom viel zu niedrigen
Arbeitslosengeld nicht leben. Arbeitslosigkeit ist meist der Einstieg
in die Armutsspirale", stellt Birgit Schatz fest. Bereits 42% aller
MindestsicherungsbezieherInnen beziehen diese, weil weder
Arbeitslosengeld noch Arbeitseinkommen zum Überleben reichen. Dies
belegen jüngste Studien. "Diese Entwicklung ist eine Katastrophe und
die Regierung tut nichts dagegen," sagt Schatz.

"Wir brauchen höhere Mindestlöhne, von denen man leben kann. Wir
brauchen Jobs, die klar dem Arbeitsrecht entsprechen und nicht immer
mehr Leiharbeitsstellen, bei denen immer wieder das Arbeitsrecht
umgangen wird. Wir brauchen ein Arbeitslosengeld, eine Notstandhilfe
und eine Mindestsicherung, die Menschen vor dem Abrutschen in die
Armut bewahren. Schließlich brauchen wir Investitionen in
Wirtschaftsbereiche, die zukunftsfähige Jobs bieten wie im Bereich
"Erneuerbare Energie", fordert Schatz einmal mehr.

"Es ist an der Zeit Verschwendung zu stoppen. Doch es ist
budgetpolitisch fahrlässig zuzusehen, wie hunderttausende Menschen in
Österreich immer noch ärmer werden und keine Chance mehr haben aus
eigener Kraft ihr Leben zu finanzieren. Es gibt keine bessere
Sparmaßnahme als Armut und Arbeitslosigkeit offensiv zu bekämpfen",
sagt Schatz abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0167 2012-02-01 13:06 011306 Feb 12 FMB0001 0285



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