- 01.02.2012, 12:37:46
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Wlodkowski kontert Doralt: "Professoraler Unsinn"
Steuerrechtsprofessor kennt offensichtlich Faktenlage in der Landwirtschaft nicht
Graz (OTS) - "Die Steuerüberlegungen von Professor Werner Doralt
sind billige Polemik der untersten Schublade", kontert der steirische
Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski die jüngsten
Aussagen des Steuerrechtsprofessors. "Doralt kennt offensichtlich die
Faktenlage im Agrarbereich nicht, sonst würde er sich nicht als
Nachplapperer billiger Neidpropaganda anderer Gruppen hergeben",
zeigt sich Wlodkowski empört. Doralt hatte heute in einem Interview
behauptet, dass alle Budgetprobleme bei entsprechender Besteuerung
der Bauern lösbar wären.
Bauern gehören nicht zu den Großverdienern
"Wenn Doralt glaubt, dass er mit der Abschaffung der
Pauschalierung alle Budgetlöcher stopfen kann, dann liegt er voll
daneben. Die Bauern gehören nicht zu den Großverdienern in
Österreich", stellt Wlodkowski klar. Im Gegenteil: Ihre
vergleichbaren Durchschnittseinkommen liegen laut Grünem Bericht mit
rund EUR 12.941,- netto und weniger im untersten Bereich. Die
Pauschalierung, die auch für viele Gewerbebetriebe gilt, bringt dem
Finanzamt nur Verwaltungsvereinfachungen und somit erhebliche
Einsparungen. Wlodkowski: "Müssten den mehr als 180.000
österreichischen Bauern Steuerbescheide ausgestellt werden, käme dies
dem Finanzamt sehr teurer zu stehen und wäre ohne zusätzlichen
Beamtenapparat nicht machbar. Das kann doch im Sinne des Sparens kein
ernstgemeinter Vorschlag sein. Außerdem ist durch nichts bewiesen,
dass die Pauschalierung verfassungswidrig ist", so der Präsident.
Studienbeihilfe: Bildungsfeindliche Attacke
"Wenn von den mehr als 350.000 Studentinnen und Studenten in
Österreich nur 3.000 Bauernkinder ein Stipendium bekommen, dann ist
das noch lange kein Privileg", wehrt sich Wlodkowski gegen
Behauptungen von Doralt, dass zu viele Bauernkinder ein Stipendium
beziehen würden. Es sei "eines Professors unwürdig, derartige
bildungsfeindliche Attacken zu reiten".
Landwirtschaft leistet gerechten Beitrag zur Sanierung
"Die Landwirtschaft ist bereit, einen gerechten Beitrag zur
Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten, doch einseitige
Belastungen und Einkommenskürzungen werden als ungerecht und unsozial
abgelehnt", bekräftigte Wlodkowski den Sparwillen der Landwirtschaft.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Mag. Rosemarie Wilhelm
Mobil: 0664/1836360
Mail: [email protected]
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