Resolution des Vorstandes der GÖD vom 1. Februar 2012
Wien (OTS) - Die derzeit stattfindende Debatte zum Sparpaket führt
zu großer Verunsicherung in der Kollegenschaft. Einzelmaßnahmen
werden - von wem auch immer - lanciert, um in der Öffentlichkeit
Stimmung gegen den Öffentlichen Dienst zu machen. Wir verlangen
Sachlichkeit in der Debatte und Wertschätzung gegenüber allen
öffentlich Bediensteten.
Daher wird von der GÖD eingefordert:
- Es darf kein einseitiges Budgetkonsolidierungspaket zu Lasten der öffentlich Bediensteten geben.
- Die Budgetkonsolidierung muss ausgewogen, rechtlich haltbar und unter Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen stattfinden.
- Erst wenn ein Gesamtpaket vorliegt kann beurteilt werden, ob die eingeforderte Ausgewogenheit gegeben ist. Daher sind umgehend die geplanten Eckpunkte des Konsolidierungspaketes vorzulegen.
- Gerade in Krisenzeiten ist die Sozialpartnerschaft ein Wert an sich und Garant für Stabilität. Die GÖD fordert daher sozialpartnerschaftliche Verhandlungen über die geplanten Eckpunkte des Konsolidierungspaketes.
Weiters sind die zugesagten Verhandlungen für ein neues
Dienstrecht mit modernen und attraktiven Besoldungsverläufen
unverzüglich fortzusetzen, um noch in dieser Legislaturperiode eine
Umsetzung zu erreichen.
Die GÖD verlangt Verhandlungen über die 599 Vorschläge des
Rechnungshofes zur Verwaltungsreform sofort aufzunehmen.
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