- 01.02.2012, 10:02:19
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Energiepolitisch die richtigen Signale setzen - Investitionen in Erneuerbare Energien steuerlich erleichtern. Trotz Sparpaket
Wien (OTS) - Wiederauflage der thermischen Sanierung ist positiv;
Sanierungsraten bleiben aber ohne weitere Maßnahmen auf niedrigem
Niveau. Erneuerbare Energie Österreich fordert: Investitionen in
Erneuerbare trotz Sparpaket steuerlich begünstigen.
Erneuerbare Energie Österreich begrüßt die Wiederauflage der
Förderoffensive für die thermische Sanierung für das Jahr 2012. Damit
wird die Förderaktion wieder positive Effekte für Umwelt, Wirtschaft
und Hausbesitzer auslösen.
Ein Highlight des neuen Förderpakets ist sicherlich die
gestaffelte Förderung bei Teilsanierung, beginnend bei einer
Mindestgesamtenergieeinsparung von 10 Prozent. " Im Rahmen einer
Sanierung werden damit auch die Möglichkeiten für die Umstellung auf
umweltfreundliche Heizsysteme verbessert, wenn sich der einzelne
Haus- oder Wohnungsbesitzer nicht gleich eine Gesamtsanierung leisten
kann", kommentiert Josef Plank, Präsident von Erneuerbare Energie
Österreich das neue Förderpaket.
Positiv sieht Plank auch die Erleichterungen für Sanierer im
mehrgeschossigen Wohnbau. Musste im letzten Jahr für eine
Gesamtsanierung ein einstimmiger Eigentümer-Beschluss vorliegen, um
in den Genuss der Förderung zu kommen, genügt ab Februar 2012 bereits
ein "rechtlich nicht mehr anfechtbarer" Mehrheitsbeschluss.
Umstellung auf ökologische Heizsysteme steuerlich begünstigen.
Dennoch: Für die Umstellung unserer Heizsysteme auf Basis
erneuerbarer Energieträger reicht der jetzige Sanierungsscheck nicht
aus. Erneuerbare Energie Österreich fordert daher den
Heizungsumtausch in Zukunft zu stärken. Etwa mit
Steuererleichterungen bei Investitionen in ein neues Heizsystem, zum
Beispiel durch die Deklarierung als Sonderausgabe im Rahmen der
Arbeitnehmerveranlagung oder Einkommenssteuererklärung.
Zur Steigerung der Sanierungsraten sind langfristige Begleitmaßnahmen
notwendig
Auch die schwachen Sanierungsraten der letzten Jahre werden durch
das Förderpaket nicht wesentlich gesteigert werden können. Laut
österreichischer Energiestrategie wären eine jährliche Sanierungsrate
von 3 Prozent notwendig, um unseren Energiebedarf in den Haushalten
nachhaltig senken und damit die Energie- und Klimaziele einhalten zu
können. "Das notwendige Niveau für die Steigerung der Sanierungsraten
kann nur mit langfristigen Begleitmaßnahmen erreicht werden. Etwa
durch Programme, die es den Energiedienstleistern ermöglichen,
qualifiziertes Personal in einem finanziell vertretbaren Rahmen
sukzessive aus- und weiterbilden zu können, damit die Branche auch in
Zukunft qualitativ hochwertige Energiedienstleistung anbieten kann",
meint Plank.
Hunderttausende Heizungen in Österreich - vorwiegend - Öl- und
Gasheizungen sind älter als 20 Jahre. Eine rascher Austausch auf
moderne, nachhaltige Heizungssysteme auf Basis erneuerbarer
Energieträger würde den Energieverbrauch nicht nur um mehrere
Millionen Tonnen CO2 reduzieren und dem Staat viel Geld sparen,
sondern auch den Energieverbrauch nachhaltig senken.
"In den jetzigen Verhandlungen rund um eine neues Sparpaket kann
die Regierung energiepolitisch Farbe bekennen und zeigen, dass sie es
vor allem in der Raumwärme ernst meint mit der Energiewende. Gerade
jetzt ist es wichtig, jene zu unterstützen, die bereit sind, ihr Haus
oder ihre Wohnung auf ein nachhaltiges Energiesystem umzurüsten"
,fordert Präsident Plank einmal mehr die Regierung auf,
energiepolitisch die richtigen Signale zu setzen.
Über den Verband Erneuerbare Energie Österreich:
Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) ist ein Dachverband der
Spartenverbände der erneuerbaren Energie (EE) in Österreich. Der EEÖ
hat das Ziel die Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf
100 Prozent EE umzustellen. Der jüngst veröffentlichte
OECD- Bericht zum Klimawandel unterstreicht das auf das
Dramatischste. Nicht die Kosten für die Energiewende sollen im
Mittelpunkt der Diskussion stehen, sondern die Auswirkungen und
Kosten des Scheiterns auf das Klima, für die Wirtschaft und unsere
Zukunft. Als visionäres, innovatives und schlagkräftiges Sprachrohr
zum Thema der erneuerbaren Energien will sich der EEÖ in der Politik
und Wirtschaft verankern und für effizienteren und sparsamen Umgang
mit Energie eintreten. Im EEÖ ist das Wissen und die Kompetenz der
Spartenverbände gebündelt.
Rückfragehinweis:
Verband Erneuerbare Energie Österreich
Alexander Karner
Tel.: 01 522 076 660
Mail: [email protected]
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