Neues Volksblatt: "Lustig?" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 1. Februar 2012
Linz (OTS) - Die Argumente der Gegner des Linzer Westrings werden
immer kurioser. Kaum ist ein Argument entkräftet, kommen sie mit
einem neuen. Dass ihre Argumente, die sie oft sogar in ein- und
derselben Pressekonferenz verwenden, einander widersprechen, spielt
offensichtlich keine Rolle.
Ein Beispiel: Einmal muss der ursprünglich geplante Nordteil des
Westrings dafür herhalten, dass eine Transitautobahn durch Linz
entstehen soll; ein andermal wird die Aufgabe des Nordteils als
Argument dafür verwendet, dass es sich jetzt um ein neues Projekt
handle, weshalb die Umweltverträglichkeitsprüfung neu aufgerollt
werden müsse.
Also was?
Halten die uns wirklich für so dumm, dass wir heute nicht mehr
wissen, was sie gestern gesagt haben?
Den Vogel haben die Straßenbau-Gegner aber gestern abgeschossen, als
sie allen Ernstes erklärten, die Mühlviertler Schnellstraße S 10 sei
eine Voraussetzung für den Ausbau des Atomkraftwerks Temelin. Etwa
deshalb, weil der Atomstrom mit LKW zu den Abnehmern transportiert
werden soll?
Man könnte das Ganze ja recht lustig finden - wären da nicht die
vielen tausend Pendler, die tagtäglich auf ordentliche
Straßenverbindungen zu ihren Arbeitsplätzen angewiesen sind.
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