• 31.01.2012, 14:14:22
  • /
  • OTS0222 OTW0222

Oesterreichs Energie: Unsicherheit über Auswirkungen des Kriterienkatalogs

Auslegung durch Landesbehörden entscheidet über Zukunft der Wasserkraft

Wien (OTS) - Als "Chance für eine einheitliche Beurteilung
künftiger Wasserkraftprojekte in Österreich" beurteilte die
Interessenvertretung der E-Wirtschaft, Oesterreichs Energie den von
Umweltminister Niki Berlakovich präsentierten Kriterienkatalog. Von
der Auslegung der Kriterien durch die Landesbehörden werde es nun
abhängen, ob es gelingt, die immer länger und komplexer werdenden
Genehmigungsverfahren für Wasserkraftprojekte auf ein vernünftiges
Maß zu reduzieren, oder ob die Verfahrensbremse weiter angezogen
bleibt, erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs
Energie.

Vor allem bei neuen Wasserkraftprojekten, aber auch bei der
Erweiterung bestehender Anlagen könnte der Kriterienkatalog die
Interessenabwägung erleichtern und objektivieren. Oesterreichs
Energie steht dem Kriterienkatalog daher grundsätzlich positiv
gegenüber, weil damit die Hoffnung besteht, dass die Verfahren
effektiver und rascher abgewickelt werden können. Schmidt: "Immerhin
ist es gelungen, auch das volkswirtschaftliche Interesse an einer
umweltfreundlichen Stromerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen im
Inland hier zu verankern."

Problematisch ist aus Sicht der E-Wirtschaft, dass eine negative
Bewertung bei nur einem einzigen Umweltkriterium ein Projekt stoppen
kann, auch wenn alle anderen Bewertungen positiv ausfallen. Positiv
dagegen sei, dass die Bewertung immer projektbezogen erfolgen soll
und No-Go-Areas vermieden wurden. Schmidt: "Von der Auslegung des
Katalogs durch die Landesbehörden wird jetzt abhängen, ob sich der
Kriterienkatalog letztendlich als Fluch oder Segen entpuppt."

Wasserkraft entscheidender Teil der Energiestrategie

Der Ausbau der Wasserkraft ist aus Sicht von Oesterreichs Energie
einer der entscheidenden Bausteine der Energiestrategie Österreich.
Schmidt: "Notwendig ist ein Ende der bürokratischen Schikanen, mit
denen Projekte derzeit teilweise konfrontiert sind. Schon bis 2015
sollen in Österreich zusätzlich 3,5 Milliarden Kilowattstunden Strom
aus Wasserkraft pro Jahr erzeugt werden, und daher ist es höchste
Zeit, einen vernünftigen und naturverträglichen Ausbau zu
erleichtern." Damit das gelingt, sei eine Anwendung des
Kriterienkatalogs mit Augenmaß anzustreben.

Über Oesterreichs Energie

Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten
Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir
eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen
und informieren die Öffentlichkeit über Themen der
Elektrizitätsbranche.

Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000
Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und
betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die
Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte
2010 rund 60 Milliarden Kilowattstunden, davon 60 Prozent aus
nachhaltiger Wasserkraft.

Rückfragehinweis:

Oesterreichs Energie
   Ernst Brandstetter
   Pressesprecher
   Tel.: 0043 1 50198 - 260; Mobil: 0043 676 845019260
   mailto:[email protected]
   www.oesterreichsenergie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel