• 31.01.2012, 13:49:20
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"maxiDoc(R)" - Der Ausweg aus der ELGA-Misere

Österreichischer Hausärzteverband präsentiert erfolgversprechende Offline-Alternative zum teuren ELGA-Projekt

Wien (OTS) - Während die Gesundheitsreformer nach wie vor vehement
um ihre ELGA kämpfen, gibt es längst eine sinnvollere Alternative.
Der in Deutschland entwickelte maxiDoc(R) ist ein einfacher
USB-Stick mit riesiger Kapazität für alle wichtigen Gesundheitsdaten,
der im Besitz des Patienten verbleibt und von diesem mit Passwort
geschützt wird. "Damit könnten Millionen an Steuergeldern gespart und
zudem der Datenschutz bestmöglich gewährleistet werden", ist der
Österreichische Hausärzteverband (ÖHV) überzeugt. Im Mittelpunkt
eines Diskussionsabends am 28. Februar im Wiener RadioKulturhaus
steht ein umfassender Vergleich der Offline- mit der Online-Variante.
Oder wie die veranstaltenden Hausärzte formulieren: David gegen
Goliath; Patientenautonomie und Verschwiegenheit gegen "Gläserner
Mensch".

"Dem Schutz vertraulicher und sensibler Gesundheitsdaten kommt in
der Arzt-Patienten-Beziehung ebensolche Bedeutung zu wie einer
qualitätsvollen, individuellen Behandlung", ist ÖHV-Präsident Dr.
Christian Euler überzeugt. Die gigantomanische Online-ELGA des
Gesundheitsministers mit ihren unüberschaubaren Kosten und ihrer
jahrelangen Vorlaufzeit ziele indes auf zentralistische
Daten-Generierung in großem Stil und "evidenzbasierte"
Zuteilungsmedizin statt persönlicher Gespräche und Therapiekonzepte.

So funktioniert maxiDoc(R)

Wie es anders und ganz im Sinn einer patientenorientierten Medizin
gehen könnte, zeigt die Offline-Variante maxiDoc(R) , die dem zu
befürchtenden "legalen" Zugriff auf heikle Gesundheitsdaten durch
unterschiedlichste Institutionen einen Riegel vorschiebt. "Die
Speicherung der Daten auf dem Stick bietet dem Patienten die
Gewissheit, dass seine Daten nur von jenen gelesen werden können,
denen er sein Passwort gibt. Ausgenommen sind lediglich
lebenswichtige Notfalldaten wie Blutgruppe, Allergien oder
Unverträglichkeiten, die im Fall des Falles für jeden Ersthelfer
jederzeit zugänglich sind", betont Produktentwickler Dr. Franz
Tenbrock, der den maxiDoc(R) bei der ÖHV-Veranstaltung in Wien
praxisnah vorstellen wird.

Für die Nutzung des maxiDoc(R) benötigt der Arzt keine teure
Hardware oder aufwändige Installationen, Übertragungen vom eigenen
EDV-System auf den Stick sind nach einfacher Registrierung möglich.
Die Speicherkapazität von 1 Gigabyte ermöglicht die vollständige
Speicherung sämtlicher Verschreibungen und Untersuchungsergebnisse,
bis hin zu EKG-Ausdrucken, Röntgenbildern oder Tomographie-Befunden -
kostengünstig und zeitsparend. Die Struktur des maxiDoc(R) ist
anwenderfreundlich und übersichtlich und selbst für weniger geübte
Computerbenützer durchaus einfach. Eine Internet-Verbindung gibt es
nicht, und somit auch keine Gefahr von Viren, Hackern etc. Nicht zu
vergessen: maxiDoc(R) funktioniert im Gegensatz zu ELGA weltweit,
nicht nur in Österreich.

Recht auf Datenhoheit

"maxiDoc(R) kann somit alles, was auch ELGA kann, respektiert
aber das Recht des Menschen, Herr seiner eigenen Daten zu bleiben",
betont Hausärzte-Präsident Euler. Dass die ELGA-Fanatiker diese
Alternative nicht einmal ernsthaft prüfen, wundert ihn freilich
nicht, gehe es diesen doch "vorrangig um Steuerungsmacht und
ökonomische Interessen". Es sei ein "riesiger Unterschied in der
Wertschätzung des Patienten, ob man ihm die Verfügung über seine
Daten überlasse oder lediglich die Möglichkeit gäbe, an autorisierten
Stelle auch einmal ins System zu schauen", meint Euler.

Faktor Mensch

Ähnlich beurteilt dies Dr. Christian Husek, Allgemeinmediziner und
Begründer der "Initiative ELGA", die versuchen will, das "staatliche
Großprojekt ELGA durch rechtzeitige Information und Mitarbeit für
alle Österreicher verträglich zu gestalten": "Der Faktor Mensch wurde
bisher in Konzeption und Akzeptanzmanagement der e-Health-Projekte
weitgehend vergessen. Und damit die Freiwilligkeit für Arzt und
Patient, elektronische Werkzeuge im Gesundheitssystem zu verwenden
oder auch nicht", so Husek. Bei allen großen, vernetzten Systemen
bestehe jedoch ein deutlich größeres Risiko der Verletzung der
Datenautonomie als bei kleinen lokalen Anwendungen.

Gesundheitsökonom Dr. Ernest Pichlbauer vertritt den Standpunkt,
dass es letztlich gleichgültig sei, wie die Informationen in der
Gesundheitsversorgung fließen, solange sie nur fließen. "Elektronisch
ist sicher Papier vorzuziehen, aber das Wie bleibt egal, solange der
Behandlungsprozess, der das Vertrauen aller Beteiligter braucht,
unterstützt und nicht irritiert wird. Der Diskussionsabend des
Österreichischen Hausärzteverbandes will diesen Aspekt ebenso wie die
ökonomische, rechtliche und menschliche Perspektive des
Offline-Online-Vergleiches in den Blickpunkt rücken.

Diskussionsabend "David gegen Goliath. Die ELGA-Alternative"

 
 Referenten: 
 Dr. Franz Tenbrock
 Facharzt für Allgemeinmedizin, Mitentwickler des Produktes
 maxiDoc(R)
 
 Dr. Christian Husek
 Arzt für Allgemeinmedizin und Begründer der Initiative ELGA
 
 Dr. Ernest Pichlbauer
 Gesundheitsökonom und Forscher für Gesundheitsversorgung
 
 Moderation: 
 Dr. Christian Euler 
 Präsident des Österreichischen Hausärzteverbandes

 Datum:   28.2.2012, um 19:00 Uhr
 Ort:     RadioKulturhaus
          Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
 Url:     www.hausaerzteverband.at

Rückfragehinweis:
PR-Büro Halik, Kaiserstraße 84/1/8, 1070 Wien,
Tel.: (01) 596 64 21-0, [email protected]

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