Bilanz zum Drucker-Streik: nur wenige streikten tatsächlich
Verband Druck & Medientechnik ruft Gewerkschaft zur Kollektivvertragsverhandlung auf
Wien (OTS) - Mit Betriebsversammlungen und ersten Warnstreiks
versuchte die Gewerkschaft, die Arbeitgebervertreter im Verband Druck
& Medientechnik unter Druck zu setzen. Die Gewerkschaft spricht von
einer großen Zustimmung zu ihren Forderungen bei den
Kollektivvertragsverhandlungen. Doch die Bilanz der groß angekündigte
Aktion zeigt: Nur wenige Arbeitnehmer folgten tatsächlich dem Aufruf
der Gewerkschaft.
Rund 630 Druckereien mit etwa 10.500 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gibt es derzeit im grafischen Gewerbe. Entsprechend einer
Befragung bei seinen Mitgliedsbetrieben fanden nur in 17 Betrieben
tatsächlich Betriebsversammlungen statt, in 10 Betrieben kam es zu
Warnstreiks.
Für Reformen statt für Streiks
"Von einer breiten Zustimmung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
kann wohl kaum die Rede sein", meint dazu der Verbandspräsident, Ing.
Rudolf Andreas Cuturi. "Ein Verharren in überkommenen Strukturen wird
auf Dauer für die gesamte österreichische Druckbranche gefährlich.
Ich gratuliere unseren Mitgliedern zur aktiven Information in den
Betrieben und all jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch
ihre Besonnenheit Verständnis für die notwendigen Reformen im
Kollektivvertrag gezeigt haben."
Verband weiterhin für zeitgemäßen Kollektivvertrag
Der Verband und seine Mitglieder werden weiterhin für die
Schaffung eines zeitgemäßen Kollektivvertrages eintreten, der die
Betriebe und die Arbeitsplätze in der grafischen Branche sichert. Bis
zum 31. März 2012 gilt der derzeitige Kollektivvertrag noch, das sind
noch 9 Wochen. "Wir stehen bereit, um noch zu einem tragbaren
Kompromiss kommen", so Präsident Rudolf A. Cuturi und fordert den
Sozialpartner, die GPA-djp, auf, wieder an den Verhandlungstisch
zurückzukehren.
Der Verband Druck & Medientechnik besteht seit 1872. Er ist die
umfassend kompetente und unab-hängige Unternehmensvertretung für die
grafische Branche in Österreich. Präsident: Ing. Rudolf A. Cuturi,
Geschäftsführer: Mag. Werner Neudorfer. Die Anliegen der Arbeitgeber
sind unter www.druckmedien.at/de/druckbranche/kollektivvertrag-2012/
publiziert.
Mag. Christian Handler
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