• 31.01.2012, 11:02:58
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WKÖ-Lorentschitsch: "Handel in Österreich nach wie vor ein Job-Motor"

Konjunkturentwicklung im Einzelhandel 2011: Umsätze stabil (nominell +1,2 %, real - 1,7 %), 2,6 % mehr Beschäftigte - Aktuelle Erhebung der KMU Forschung Austria

Wien (OTS/PWK073) - "Der Handel in Österreich ist nach wie vor
ein Job-Motor", unterstrich Bettina Lorentschitsch, Obfrau der
Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute,
Dienstag: Im Schnitt fanden im Einzelhandel in Österreich (exkl.
geringfügig Beschäftigte) 2011 nämlich um 2,6 Prozent mehr Menschen
Beschäftigung als 2010. Betrachtet man den stationären Einzelhandel,
beträgt die Zunahme 2,9 Prozent. Bei geringfügigen
Beschäftigungsverhältnissen betrug der Zuwachs 2011 gar 4 Prozent. In
absoluten Zahlen fanden damit im Jahr 2011 im Einzelhandel in ganz
Österreich rund 320.000 Menschen Beschäftigung.

"Darum hat es höchste Priorität, dass dieser positive
Beschäftigungseffekt der Handelsunternehmen ausgebaut wird. Die
Bundessparte Handel macht sich daher mit Nachdruck für eine Lockerung
starrer Arbeitszeitregelungen - Stichwort: Schwarz-weiß-Regelung -
stark", so Lorentschitsch.

Umsatzmäßig konnte der österreichische Einzelhandel im
abgelaufenen Jahr 2011 ein nominelles Plus in Höhe von 1,2 Prozent
gegenüber 2010 erwirtschaften. Das entspricht real (d.h. unter
Berücksichtigung des Preiseffekts) einem Minus von 1,7 Prozent als
2010. Absolut betrug der Umsatz im stationären Einzelhandel 2011
damit netto 51,2 Milliarden Euro. Der Weihnachtsumsatz 2011 betrug
1,57 Milliarden Euro (brutto), damit konnte im Weihnachtsgeschäft im
Einzelhandel der Rekordumsatz des Jahres 2010 zwar erreicht, aber
nicht übertroffen werden. All das geht aus der aktuellen
Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria hervor, deren
Ergebnisse heute, Dienstag, von Handelsobfrau Lorentschitsch und
Peter Voithofer, dem Direktor der KMU Forschung Austria, präsentiert
wurden.

Diese Erhebung zeigt ebenfalls deutlich, dass auch 2011 die
Preisveränderungen im Einzelhandel unter der Inflationsrate lagen:
Trotz der gestiegenen Inflation kam es im Einzelhandel mit
Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln sogar zu Preisrückgängen
(-2,1 Prozent). Erheblich unter der Inflationsrate blieben auch der
Einzelhandel mit Spielwaren, Möbeln, Kosmetika und Bekleidung.

Trotz gedämpfter Konjunkturaussichten für 2012 durch
Wirtschaftsforscher zeigt sich der heimische Einzelhandel
optimistisch: "Wir gehen davon aus, dass auf Grund der erwarteten
geringeren Inflation sowie deutlicher Lohnzuwächse der private Konsum
auch heuer die Funktion eines Konjunkturstabilisators erfüllen wird.
Damit aber das zarte Konjunkturpflänzchen in Österreich nicht
zerstört wird, muss die Politik sehr sensibel agieren und anstatt
neuer, zusätzlicher Belastungen durch Gebühren, Steuern und Abgaben
sinnvolle Restrukturierungsmaßnahmen setzen", betonte Lorentschitsch.
(JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Bundessparte Handel
   Geschäftsführer Mag. René Tritscher
   Tel.: 05 90 900-3329
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.derhandel.at

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