- 31.01.2012, 10:31:53
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Diagnose: Krankenhausaufenthalt unleistbar! Ohne private Krankenversicherung eventuell auch in Österreich bald Realität.
Wien (OTS) - Das österreichische Gesundheitssystem leidet
bekanntlich an chronischem Geldmangel. Eine wirksame Therapie für
dieses Leiden konnte bisweilen noch nicht ausgearbeitet werden. Doch
man forscht weiter nach Medizin für das kranke Gesundheitssystem.
Ziel muss es sein, das Gesundheitssystem zu rationalisieren.
Überflüssige Kosten und Posten sollen wegfallen und die vorhandenen
Mittel optimal aufgeteilt werden. Dabei stellt sich die Frage: Wird
die gesetzliche Krankenversicherung für eine optimale medizinische
Versorgung in Zukunft noch ausreichen?
Beispiel Großbritannien: NICE is not nice
In Großbritannien versucht man seit geraumer Zeit, das
Finanzierungsproblem auf eine umstrittene Art und Weise zu lösen: Das
National Institute for Clinical Excellence - kurz NICE - erarbeitet
Richtlinien, ob im National Health Service eine betreffende
medizinische Leistung uneingeschränkt für die gesamte Bevölkerung,
eingeschränkt für bestimmte Indikationen oder Patienten oder gar
nicht finanziert werden soll. Nutzen und Kosteneffizienz werden genau
unter die Lupe genommen. Die Schattenseite: Insgesamt wurde die
Bezahlung von Behandlungen durch das Institut auf GBP 30.000.- pro
Person limitiert. Was darüber hinausgeht, muss privat finanziert
werden. Menschen ab einem gewissen Alter bekommen mangels
Rentabilität keine Prothesen mehr implantiert.
(http://www.nice.org.uk/)
"Auch in Österreich leidet das Gesundheitssystem unter chronischer
finanzieller Unterversorgung: Im Gesundheitsministerium sollen 1,5
Milliarden Euro eingespart werden, im AKH fehlen 10 Mio. Euro, der
Wiener Krankenanstaltenverbund muss sparen und Leistungen reduzieren,
konfessionellen öffentlichen Spitälern werden die Förderungen
gekürzt", weiß Prim Dr. Ebm, CEO der Wiener Privatklinik und
fürchtet, dass derlei Maßnahmen wie in Großbritannien auch in
Österreich schon in greifbarer Nähe liegen: "Der erste Schritt in
Richtung britisches System ist hierzulande schon am Beispiel des
Wiener AKH zu sehen. Wegen Sparmaßnahmen seitens des Betreibers
wurden dort vor wenigen Wochen Leistungen für Patienten einfach
gestrichen und das Personal massiv gekürzt. Das ist der direkte Weg
zur einer Rationierung der Gesundheitsmaßnahmen nach britischem
Vorbild." Proteste seitens des Personals und der Ärztekammer konnten
die Leistungskürzungen und den Personalabbau nicht verhindern.
Private Krankenversicherung als Absicherung
Wer für sich selbst eine ausreichende medizinische Versorgung
gewährleistet wissen möchte, der hat die Möglichkeit, sich zusätzlich
zur gesetzlichen mit einer privaten Krankenversicherung abzusichern.
Dies empfiehlt auch Prim. Dr. Ebm: "Das ist wohl die sicherste
Methode, die fehlenden staatlichen Mittel auszugleichen, damit man
für sich selbst eine optimale Gesundheitsversorgung beanspruchen
kann."
Rückfragehinweis:
Prim. Dr. Walter Ebm
Tel: +43 1 40 180-7051
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.wpk.at
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