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OTS0069   31. Jan. 2012, 09:51

"Zukunft im OP - Spitzenmedizin in Niederösterreich"

"Österreich-Bild am Sonntag", 5. Februar um 18.25 Uhr in ORF 2


Der Anspruch ist hoch - und die
Versorgungssituation beispielhaft: Jede Niederösterreicherin und
jeder Niederösterreicher sollte innerhalb von 30 Minuten ein
Landesklinikum erreichen und dort umfassende medizinische Hilfe in
Anspruch nehmen können. Insgesamt gibt es im Land 27 Klinikstandorte
der NÖ Landeskliniken-Holding - dort werden jährlich rund 170.000
Operationen durchgeführt, 385.000 Patientinnen und Patienten
stationär versorgt und 2,24 Millionen Belagstage verzeichnet.

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich am Sonntag, 5. Februar 2012, 18.25 Uhr, ORF 2
(Gestaltung: Andreas Leitner, Christian Puluj; Kamera: Helmut
Muttenthaler, Erich Strommer) gibt Einblicke in den Spitals-Alltag
des Landes und zeigt Beispiele für Spitzenmedizin und bahnbrechende
Entwicklungen, die der Bevölkerung zugutekommen.

*Thema "Herz":

Das Landesklinikum (LK) St. Pölten gehört mit jährlich mehr als
900 Operationen am offenen Herzen zu den größten
Erwachsenen-Herzchirurgien Österreichs. Die landesweite Optimierung
der Zeitabläufe spielt in der Herzchirurgie eine wesentliche Rolle -
damit kommt es auch auf die besonders effiziente interdisziplinäre
Zusammenarbeit mit anderen Kliniken im Land an. Und weil 45 Prozent
aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind,
ist auch eine hochwertige präventive und begleitende
Vor-Ort-Versorgung unabdingbar.

Ein Beispiel für gute Zusammenarbeit ist die Kooperation zwischen
dem LK St. Pölten und dem Herzkatheter-Zentrum im LK Mostviertel
Waidhofen an der Ybbs: Die dortige Katheter-Anlage ist das Österreich
weit modernste Gerät dieser Art. Sie garantiert nicht nur hoch
qualitative Röntgenbilder, sondern ermöglicht auch
Ultraschalluntersuchungen und Blutfluss-Messungen in den
Herzkranzgefäßen.

* Thema "Schlaganfall":

In Österreich erleiden etwa 20.000 Menschen pro Jahr einen
Schlaganfall. Am Beispiel des LK Mostviertel Amstetten-Mauer zeigt
der TV-Film die Prozesssteuerung der Behandlung von
Schlaganfall-Patienten, die Intensivbetreuung auf der Stroke Unit und
die anschließende langfristige Weiter- und Nachbetreuung der
Betroffenen. "Time is brain!", sagt man in Amstetten - und
tatsächlich hat eine rasche Versorgung beim Schlaganfall absolute
Priorität, kann durch rasches Eingreifen doch die Chance auf
Auflösung eines Blutgerinsels erhöht werden.

Dieses "Österreich-Bild am Sonntag" zeigt aber auch die
medizinische Arbeit in der Prävention, wo Risikopatienten und deren
Umfeld sensibilisiert werden, um im Ernstfall auf Symptome wie
Lähmung, Sprach- oder Sehstörung richtig zu reagieren.

*Thema "Chronische entzündliche Erkrankungen und degenerative
Prozesse des Bewegungsapparates":

Rund ein Viertel der österreichischen Bevölkerung leidet unter
Beschwerden im Bewegungsapparat, bis zu 200.000 Österreicherinnen und
Österreicher sind von entzündlichen Erkrankungen betroffen. Das LK
Weinviertel Korneuburg-Stockerau gilt in diesem Zusammenhang
landesweit als "das" Kompetenzzentrum für Rheumatologie und setzt
sehr stark auf Prävention. Denn: Je früher eine rheumatische
Erkrankung erkannt und diagnostiziert wird, desto besser ist sie
behandelbar.

Darüber hinaus aber bringen neue operative Methoden bessere
Chancen in der Behandlung der Erkrankung: Im LK Waldviertel am
Standort Zwettl mit der größten Orthopädie-Abteilung des Landes ist
es gelungen, ein neuartiges künstliches Hüftgelenk zu entwickeln -
die so genannte "Zwettler Hüfte".

Sie wurde bereits bei 2.000 Patienten implantiert, der Fortschritt
gegenüber bisherigen medizinischen Hilfen besteht darin, dass das
Gelenk sehr knochensparend eingesetzt wird und so deutlich weniger
Knochenmaterial entfernt werden muss. Durch den schonenden und nur
minimal invasiven Eingriff kommt es auch zu einer schnelleren
Rehabilitation des Patienten.

Im LK Krems wiederum ist gemeinsam mit dem Zentrum für
Regenerative Medizin an der Donauuniversität ein internationales
Forschungszentrum entstanden. Hier wird die so genannte
"Knorpelzellen-Transplantation" erfolgreich angewandt: Knorpelzellen
können aus ihrer Matrix herausgelöst und in einer Zellkultur vermehrt
werden, um danach wieder in den Knorpeldefekt implantiert zu werden.
Damit soll die regenerative Wiederherstellung der Gelenkoberfläche
ermöglicht werden.

*Thema "Krebs":

Die Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie des LK
Wiener Neustadt ist für die radioonkologische Versorgung von etwa
750.000 Einwohnern im südlichen Niederösterreich und dem mittleren
Burgenland verantwortlich. Mit Hilfe des speziellen PET-CT und
anderer Geräte im nuklearmedizinischen Bereich können Tumore besser
lokalisiert und Diagnosen leichter und schneller gestellt werden.

Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: Es gibt
kürzere Wartezeiten, schnelle Befundergebnisse und damit eine
geringere psychische Belastung für Patienten und Angehörige. Als
einziges Landesklinikum verfügt der Standort Wiener Neustadt zudem
über ein hochmodernes Gerät zur Strahlentherapie.

*Thema Qualitätsmanagement:

Neben der engagierten und qualifizierten Arbeit von Medizinern und
Pflegepersonal ist auch ein patientenorientiertes Qualitätsmanagement
ein wichtiger Teil des Erfolgs im Spitalswesen.

So ist die Anästhesiologie-Abteilung am LK Thermenregion
Baden-Mödling die erste in Niederösterreich, die über ein
übergreifendes Patientendaten-Managementsystem verfügt. Die Folge
sind eine deutlich bessere Qualität in der Beurteilung des
Patientenzustandes und eine Reduktion von Fehlerquellen. Und das
"Tumorboard" schließlich ist ein wichtiger Faktor in Sachen
Patienten-Sicherheit, da Diagnosen und Behandlungen mittels
Videokonferenz in einer Runde von Spezialisten in anderen
Landeskliniken abgesichert bzw. abgestimmt werden können.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0069 2012-01-31 09:51 310951 Jän 12 NOA0001 0760



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Tel.: 02742/2210 23754
michael.koch@orf.at

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