OTS0260   30. Jan. 2012, 21:07

Österreich unterstützt Kolumbien im Kampf gegen den Drogenanbau

Staatssekretär Waldner trifft Leiter des UNODC-Büros Kolumbien Aldo Lale Demoz


Im Rahmen seiner Lateinamerika-Reise führte
der Staatssekretär Wolfgang Waldner mehrere Gespräche über eine
Intensivierung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenanbau in
Kolumbien. "Kolumbien zeigt große Entschlossenheit im Kampf gegen
Drogen, beispielsweise bei der Halbierung der Drogenanbaufläche in
den letzten 10 Jahren", so Staatssekretär Waldner nach seinem
Gespräch mit dem Leiter des UNODC Büros in Kolumbien Aldo Lale Demoz.

Österreich kooperiert eng mit der UNODC zu Projekten des
Alternativen Anbaus in Antioquia. Im Rahmen dieser Initiativen wird
Kokabauern der Umstieg auf Alternative Produkte, wie beispielsweise
Kakao ermöglicht. "Für die Bauern ist das tatsächlich eine Chance,
weil Sie an Kakao langfristig mehr verdienen können, als an Koka" so
Waldner. "Zweifellos sind solche Projekte für die Drogenbekämpfung
wichtige Schritte in die richtige Richtung".

Ein weiteres Projekt der Universität für Bodenkultur in Wien macht
die Identifizierung von Drogenanbaugebieten auf Basis von
Satellitenaufnahmen möglich", so der Staatssekretär und setzte fort
"Durch dieses Projekt können Kokaanbauflächen über ein High-Tech
Programm von Satelliten erfasst und vermessen werden."

"Österreich sieht sich als Sitzstaat des Büros der Vereinten
Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung als besonderer
Verbündeter dieser wichtigen UN-Organisation" so Waldner. "Wir geben
UNODC auch eine Stimme in Gremien, wo es sonst nicht vertreten wäre.
Es ist beispielsweise ein Anliegen, das Thema Drogen als eines der
Ursachen für Menschenrechtsverletzungen in der
EU-Menschenrechtsstrategie für Kolumbien zu verankern", sagte der
Staatssekretär abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0260 2012-01-30 21:07 302107 Jän 12 MAA0004 0259



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