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OTS0238   30. Jan. 2012, 17:17

Österr.- Israel. Gesellschaft empört über H.C. Strache.

Seine Aussagen am WKR-Ball stellen eine Verharmlosung des Holocaust dar


Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft nimmt mit
Empörung Presseberichte u. a. von "Der Standard" vom 29.01.2012 zur
Kenntnis, wonach vom Bundesparteiobmann der FPÖ, Abg.z.NR
Heinz-Christian Strache, sowie vom Geschäftsführer des freiheitlichen
Bildungsinstitutes, Klaus Nittmann, im öffentlichen Raum Aussagen
getätigt wurden, die bei Personen ohne parlamentarischen
Immunitätsschutz strafrechtlich nach dem NS-Verbotsgesetz untersucht
und geahndet würden.

Jeder Vergleich heutiger Vorkommnisse mit den rassistischen
Verfolgungen unter dem NS-Regime stellt eine Verharmlosung des
Holocaust dar. Wir weisen daher auch die Erklärung von
FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky zurück, Herr Strache sei nicht
sinnerfassend zitiert worden und habe sich nur an die Methoden der
Nazis "erinnert" gefühlt. Darüber hinaus ist ein Ball, der - wohl aus
gutem Grund - erst heuer zum ersten Mal auch Journalisten zugänglich
war, keinesfalls Privatsphäre sondern öffentlicher Raum.

Wir protestieren gegen die ungeheure Provokation, ausgerechnet am
Abend des internationalen Holocaust-Gedenktages, aus einem Umfeld
mit internationalen Gästen bekannt rechtsextremer Denkungsart heraus,
sich in intolerabler Anmaßung selbst als Opfer auch noch so
unerfreulicher und zu verurteilender Vorfälle mit jenen der
Judenverfolgung im Dritten Reich zu vergleichen.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0238 2012-01-30 17:17 301717 Jän 12 IKG0003 0211



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