• 30.01.2012, 13:19:43
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Kärnten ist top bei Pendlerförderung

LH Dörfler und Abteilungschef Kreiner zogen Bilanz über erstes Jahr der Selbstabwicklung - Einsparungen von über 320.000 Euro pro Jahr gegenüber AK-Abwicklung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Seit 2011 wird die Pendlerförderung durch
das Land Kärnten mit Hilfe der Verkehrsverbund Kärnten GmbH
abgewickelt. Darüber konnten heute, Montag, Verkehrsreferent
Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der Leiter der
Infrastrukturabteilung, Albert Kreiner, in einer Pressekonferenz eine
äußerst positive Bilanz ziehen. 150.000 Euro jährlich kostet die
Selbstabwicklung, während man zuvor für diese Leistungen 472.400 Euro
an die Arbeiterkammer (AK) anweisen musste. Dörfler konnte also eine
Einsparung von über 320.000 Euro pro Jahr vorrechnen, das seien 1,6
Mio. Euro in fünf Jahren. Vor diesem Hintergrund wies er klar die
Kritik von Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach zurück: In Kärnten
sei die Pendlerförderung nicht gekürzt worden und auch die von der AK
vorgeworfenen Falschberechnungen von Anträgen habe es nicht gegeben.
"Kärnten hat die mit Abstand höchste Pendlerförderung je Einwohner
und die Abwicklung mit dem Verkehrsverbund läuft bravourös", betonte
Dörfler.

Der Landeshauptmann sagte, dass 2011 insgesamt 24.172 Anträge auf
Auszahlung der Pendlerförderung für das Jahr 2010 eingelangt seien.
20.564 davon seien gefördert worden. An die 19.494 Dienstnehmer sei
ein Betrag von insgesamt 2.168.083 Euro gegangen, an die 765
Lehrlinge habe man 157.431 Euro ausbezahlt, Auszahlungen für Maut
bzw. Abendschüler habe es 305mal gegeben (38.062 Euro). Die
durchschnittliche Förderung pro Antrag beträgt also laut Dörfler
114,94 Euro. Der Landeshauptmann listete zudem Vergleichszahlen mit
der Pendlerförderung je Einwohner in anderen Bundesländern auf. In
Kärnten seien es ganze 6,60 Euro, Oberösterreich liege an zweiter
Stelle mit 2,77 Euro, danach Niederösterreich mit 2,51 Euro, die
Steiermark mit 1,48 Euro, das Burgenland mit 0,77 Euro und Tirol mit
0,16 Euro. In Wien, Salzburg und Vorarlberg gibt es keine
vergleichbare Förderung.

"Und wir berechnen richtig. Bei allen Anträgen wurde den
Förderkriterien zu 100 Prozent entsprochen. Und es wurde auch keine
einzige Beschwerde von Fördernehmern an uns gerichtet", sagte er in
Richtung AK. Deren Präsident Goach habe nämlich dem Land
Falschberechnungen von über einem Drittel der Anträge vorgeworfen.
Dörfler verwehrte sich entschieden gegen solche Falschbehauptungen.
Auch Kreiner sagte, dass man diesen Behauptungen genau nachgegangen
sei, mit dem Ergebnis, absolut korrekt berechnet zu haben. "Wir haben
eine Topqualität in der Abarbeitung", so Kreiner.

Der Abteilungschef sagte, dass wieder die gleiche Fördersumme wie
im letzten Jahr zur Verfügung stehe. Und es werde auch wieder nach
den gleichen Richtlinien gefördert, die man einst mit der AK
vereinbart habe. Rund 3,7 Mio. Euro stelle Kärnten jährlich bereit.
Für 2011 würden auch schon 400 Anträge vorliegen, von denen bereits
ein Großteil bearbeitet worden sei. Kreiner verwies auf die 23
Abgabe- und zwölf Beratungsstellen in den Bezirkshauptmannschaften,
Bürgerbüros des Landeshauptmannes, Postbuskundenbüros oder Bahnhöfen.
Er hofft auch auf die Unterstützung der Antragsteller durch die
Betriebsräte. Demnächst werde ein Info-Folder in allen Haushalten per
Post einlangen. Dieser ist, wie der Landeshauptmann hervorhob, völlig
unpolitisch gestaltet. Dörfler und Kreiner appellierten noch an die
Pendler, die Angebote des öffentlichen Verkehrs zu nutzen. "Mit den
Schnellbahnen und weiteren Angeboten bieten wir ein Gesamtsystem der
Pendlermobilität", meinte Kreiner.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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