- 30.01.2012, 11:08:32
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LR Ragger: "Kärnten beendet als erstes Land Ausgrenzung behinderter Kinder"
"Werden Auftrag der UNO in einem mehrjährigen Konzept erfüllen"
Klagenfurt (OTS) - Die bundesweite Diskussion um die Zukunft der
Sonderschulen und die schulische Förderung von beeinträchtigten
Kindern nimmt der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger
zum Anlass, um auf die Kärntner Vorreiterrolle hinzuweisen. "Wir
werden in mehrjährigen Konzept als erstes Bundesland das System der
Ausgrenzung von behinderten Kindern beenden und sie voll in
Regelschulen integrieren und damit die Inklusion, welche von der
UNO-Behindertenkonvention gefordert wird, verwirklichen", betont er.
Ab 2014/2015 sollte die Regelschule für alle in Kärnten Realität
sein.
Bestehende Schulen in allen Bezirksstädten werden zu diesem Zweck
ausgebaut. Die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen werden
dahingehend ergänzt, dass wenn nötig, Kleinklassen für 5-7
beeinträchtigte Kinder geschaffen werden können. Für sie müsse es
auch die eine Nachmittagsbetreuung mit Sonderpädagogen und eine
psychologisch-therapeutische Betreuung geben.
Laut Ragger werde in jeder Bezirksstadt ein solches Inklusionszentrum
eingerichtet. Das erste in Völkermarkt ab dem kommenden Schuljahr.
Das bisherige System, dass beeinträchtigte Kinder aus allen
Landesteilen eine zentrale Schule (Sonderpädagogisches Zentrum - bfz)
besuchen, wobei sie wegen der mitunter zu langen Fahrtwege auch in
einem angrenzenden Internat betreut werden müssen, werde grundlegend
geändert. Der Unterricht und die Förderung sollten wohnortnah
erfolgen, sodass keine Trennung von der Familie nötig sei.
Ragger verweist darauf, dass hiermit die Forderungen des
UN-Monitoringausschusses erfüllt würden. Deren Sprecherin Marianne
Schulze hatte im Vorjahr bemängelt, dass Österreich gegen die
UN-Konvention für Menschen mit Behinderung verstößt. "In Kärnten
wollen wir dies ändern. Wohl wissend, dass dies vor allem für Eltern
eine Umstellung bedeutet, weshalb wir die Systemänderung behutsam in
einem Mehrjahresprogramm verwirklichen".
Entscheidend sei dabei auch umfassende Information aller Betroffenen.
Zu diesem Zweck finde am 15. März eine große Enquete des Kärntner
Landtages zu diesem Thema statt, teilte LR Ragger abschließend mit.
Rückfragehinweis:
Büro LR Mag. Christian Ragger, 050536-22701
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