- 30.01.2012, 10:47:49
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"Ohne Bildung stehst du nackt da!" - Schülerunion spricht Klartext
Die Kampagne "Ohne Bildung stehst du nackt da!" und der dazugehörige Kalender der Kärntner Schülerunion erregten erfolgreich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
Wien, 30. Jänner 2012 (OTS) - "Reformen sollen zukünftig nicht
durch politischen Druck überhastet umgesetzt werden, sondern unter
Berücksichtigung der Schulpartner und der Unterrichtsqualität in der
Übergangszeit", fordert die Landesobfrau der Kärntner Schülerunion,
Elisabeth Stippich. "Das Pferd darf nicht von hinten aufgezäumt
werden, wie es momentan bei der Zentralmatura geschieht. Zuerst muss
sich der Unterricht ändern, dann die Matura", unterstreicht Jim
Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, die Forderung. ****
Zudem muss man den Jahrgang für die Umsetzung der Reform so wählen,
dass die Schüler genügend Zeit haben sich vorzubereiten. "Die
Verschiebung des Mathematik-Matura-Termins ist daher unumgänglich",
betonen Stippich und Lefebre. Die Einführung eines
Qualitätsmanagements, das die flächendeckende und gleiche Umsetzung
der Reformen gewährleistet, ist ebenfalls Teil der Forderungen.
Einbindung der Schulpartner
Den Schulpartnern (Lehrer, Eltern, Schüler) sollen mehr Kompetenzen
und Beachtung auf Landes- und Bundesebene zugestanden werden. Sie
sind von den Veränderungen des Systems direkt betroffen bzw. wissen
bezüglich etwaiger Missstände am besten Bescheid.
Dies erfordert zuallererst aber die Einführung einer gesetzlichen
Elternvertretung auf Landes- bzw. Bundesebene, wie es sie für Lehrer
und Schüler bereits gibt. "Die Schulpartner sollen dann nach Vorbild
des SGA (Schulgemeinschaftsausschuss) an den Schulen, auf Landesebene
einen LSGA (Landes-SGA) bzw. BSGA (Bundes-SGA) bilden", wünscht sich
der Bundesobmann der Schülerunion.
Die Kärntner Schülerunion fordert darüber hinaus die gesetzliche
Verankerung von Schülerparlamenten bzw. Schülerlandtagen und des ÖSP
(Österreichisches Schülerparlament). "Diese wichtigen Gremien werden
regelmäßig abgehalten und sollen die Schüler-Meinung für den LSGA und
BSGA generieren", beschreibt die Landesobfrau ihre Forderung genauer.
Budget/Verwaltung
Die Kärntner Landesorganisation fordert die Verkleinerung des
Verwaltungsapparates, und infolgedessen die Abschaffung der
Bezirksschulräte. Außerdem: die Einsparung unnötiger Posten und
Gremien. "Es gibt z.B. zu viele Landesschulinspektoren und das
Kollegium in den Landesschulräten kann durch einen LSGA ersetzt
werden", schlägt Stippich vor.
"Das eingesparte Geld soll jedoch nicht vom Bildungssektor abgezogen
werden, sondern direkt an den Schulen investiert werden. Zum Beispiel
in die Ausstattung, diverse Lehrerfortbildungen oder den Unterricht.
Weniger Geld für aufgeblasene politische Verwaltungsapparate bedeutet
mehr Geld vor Ort, in den Klassen", ist der Bundesobmann, Lefebre,
überzeugt.
"Veränderungen im Bildungssystem sollen auf Regierungsebene nicht
durch parteipolitische Beweggründe hinausgezögert werden. Bildung
soll überparteilich und fortschrittsorientiert bestimmt und wichtige
Reformen sowie eine nachhaltige Bildungsdiskussion sollen sofort in
den Vordergrund gestellt werden! Bildung ist unser höchstes Gut und
quasi unsere einzige Ressource. Ohne Bildung steht Österreich nackt
da!", sind sich Stippich und Lefebre einig.
Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte
Organisation für Österreichs Schüler. Die Kärntner Schülerunion
vertritt die regionalen Interessen der Schüler in Kärnten. Neben
ihrer Arbeit direkt an den Schulen setzt sich die Schülerunion auch
auf Landes- und Bundesebene für die Interessen der Schüler ein.
Derzeit hält sie in der Bundesschülervertretung 23 von 29 Mandaten.
Rückfragehinweis:
Österreichische Schülerunion
Daniel Perschy, Pressesprecher
Tel.: 0664 960 15 74, Mail: [email protected]
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