Hildegard Burjan ist selig
Mit der Verlesung des päpstlichen Seligsprechungsdekretes durch Kardinal Amato ist die Gründerin der Caritas Socialis "zur Ehre der Altäre" erhoben - Papst setzt 12. Juni als Gedenktag fest
Wien, 27.01.12 (KAP) Hildegard Burjan, die Gründerin der
Schwesterngemeinschaft "Caritas Socialis" (CS), ist seliggesprochen.
Bei der Seligsprechungsfeier am Sonntagnachmittag im Wiener
Stephansdom verlas der Präfekt der vatikanischen Kongregation für
die Selig- und Heiligsprechungen, Kurienkardinal Angelo Amato, das
Seligsprechungsdekret des Papstes. Mit Hildegard Burjan hat die
katholische Kirche weltweit erstmals eine Parlamentarierin
seliggesprochen.
Im Seligsprechungsdekret erteilt Benedikt XVI. "die Erlaubnis, dass
die ehrwürdige Dienerin Gottes Hildegard Burjan, Ehefrau und Mutter,
Gründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, die im
öffentlichen Leben auf christliche Weise eifrig danach strebte, dass
das Evangelium als Sauerteig der irdischen Gesellschaft wirke, und
dass die Würde der Frau, der Wert der Familie, der menschliche
Zusammenhalt sowie das Gemeinwohl gefördert werden, künftighin als
Selige verehrt" wird. Ihren Gedenktag setzte der Papst auf den 12.
Juni, den Tag nach ihrem Todestag, eines jeden Jahres fest.
Nach der Verlesung des Dekretes wurde im Altarraum des Stephansdomes
ein rund 5,5 mal 4 Meter großes Porträt Hildegard Burjans
aufgezogen. Dann wurde eine einfach gehaltene Glasstele mit der
Reliquie Hildegard Burjans in einer Prozession zum Altar gebracht
und davor abgestellt. Neben einem Knochensplitter der Seligen
enthält das Reliquiar auch ihren Ehering sowie jene
Caritas-Socialis-Brosche, die bei der Öffnung ihres Sarges 2005
gefunden wurde. An der Prozession nahmen neben Sr. Judith Maria
Tappeiner, der Leiterin der Caritas Socialis (CS), u.a. auch einige
Kinder aus dem CS-Kindergarten Pramergasse teil.
An der von Kurienkardinal Angelo Amato geleiteten
Seligsprechungsfeier nahm Österreichs Episkopat fast vollzählig
teil: Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof Alois Kothgasser, die
Bischöfe Egon Kapellari, Klaus Küng, Alois Schwarz, Manfred Scheuer,
Ägidius Zsifkovics, Ludwig Schwarz und Christian Werner, die
Weihbischöfe Helmut Krätzl, Franz Scharl, Stephan Turnovszky, Anton
Leichtfried und Andreas Laun, Diözesanadministrator Benno Elbs sowie
die Altbischöfe Maximilian Aichern und Paul Iby.
Aus Burjans deutscher Heimatstadt Görlitz nahm eine große Abordnung
mit Bischof Wolfgang Ipolt und Altbischof Rudolf Müller an der
Spitze teil, ebenso der Apostolische Nuntius in Wien, Erzbischof
Peter Stephan Zurbriggen. An der Spitze zahlreicher Ordensvertreter
kamen Prälat Maximilian Fürnsinn, Vorsitzender der
Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften, und Sr.
Kunigunde Fürst, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden.
Von politischer Seite waren Nationalratspräsidentin Barbara Prammer,
der zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer, Vizekanzler
Michael Spindelegger, Finanzministerin Maria Fekter, Klubobmann
Karlheinz Kopf und Volksanwältin Terezija Stoisits zugegen.
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