- 29.01.2012, 08:00:47
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"trend": Gewerkschaft und Ethnomärkte im Clinch
Die GPA fordert stärkere Kontrollen der Öffnungszeiten türkischer Supermärkte.
Wien (OTS) - Die Gewerkschaft will den Druck auf Ethnomärkte in
Wien erhöhen, die Ladenöffnunsgzeiten genauer einzuhalten, berichtet
das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden
Ausgabe. Die Teilorganisation GPA-djp hat einzelne Verstöße
insbesondere türkischer Supermarktketten beim Marktamt deponiert und
fordert die Behörden zu effektiveren Kontrollen auf. Gewerkschafterin
Barbara Teiber: "Nicht alle halten sich an das Verbot der
Sonntagsöffnung. Und obwohl wir den Dialog gesucht haben, ändert sich
nichts an der Situation. Die Spielregeln müssen eingehalten werden."
Damit sticht die GPA in ein Wespennest. Tatsächlich haben die
Ethnomärkte in den vergangenen Jahren durchaus beachtliche Größen
erreicht, berichtet der "trend". Die Marktführer in Wien - etwa
Etsan, Aycan oder Hür Pas - betreiben jeweils Filialketten mit einem
guten Dutzend Standorten, über 100 Mitarbeitern und mittleren
zweistelligen Millionenumsätzen. Yasar Vural, Geschäftsführer der
Kette Aycan, weiß um die Grauzonen zwischen den unterschiedlichen
Regelungen im Arbeitnehmerschutzgesetz, Ladenöffnungszeitgesetz und
in der Sperrstundenverordnung. Dass die Kollegen die Gesetze
systematisch verletzen würden, bestreitet er aber laut "trend":
"Wenn, dann haben wir nur die Backstube offen. Das ist durchaus
erlaubt."
Auch das Wiener Marktamt ist leicht pikiert und wehrt sich gegen den
Vorwurf der Untätigkeit. Jedes Jahr gebe es rund 300 Anzeigen in
Sachen Ladenöffnungszeiten, sagt Alexander Hengl, der Sprecher der
zuständigen MA 59: "Wir kennen unsere schwarzen Schäfchen." Die
hätten übrigens, so zitiert der "trend" eine Statistik, zu 60 Prozent
keinen Migrationshintergrund.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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