OTS0002 / 28.01.2012 / 01:43 / Channel: Wirtschaft / Aussender: The International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)
Stichworte: Gesundheit / International / Pharma / Politik


Deutsche Behörden raten zur Entfernung von TiBREEZE-Brustimplantaten


   Hanover, New Hampshire (ots/PRNewswire) -
   Die International Society for Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) 
wurde offiziell von den deutschen Behörden des Bundesinstituts für 
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert, dass das heute 
nicht mehr existierende Unternehmen GfE Medizintechnik GmbH in 
Deutschland Implantate verkauft hat, die PIP-Komponenten enthielten. 
Von September 2003 bis August 2004 wurden diese unter dem Titel 
TiBREEZE verkauft. Diese Silikon-Implantate wurden von der GfE 
Medizintechnik GmbH mit einer Titan-Schicht überzogen und 
anschliessend von PIP in Frankreich mit Silikon-Gel gefüllt. Es 
handelt sich dabei um die gleiche Silikonmasse, mit der auch PIP- und
Rofil-Implantate gefüllt wurden, die seit 2001 industrielles Silikon 
enthielten. Deshalb haben die deutschen Behörden am BfArM heute ihre 
Empfehlung vom 6. Januar 2012 geändert. Nun sollen neben PIP- und 
Rofil-Implantaten als Vorsichtsmassnahme auch TiBREEZE-Implantate 
entfernt werden, selbst wenn keine Symptome vorhanden sind.
   Der Nachfolger des Unternehmens gab bei der ISAPS an, dass in 
diesem Zeitraum 728 Implantate produziert wurden. Die Mehrheit dieser
Implantate wurden in Deutschland verkauft, wo etwa 280 Patienten 
betroffen sind. Neben Deutschland wurden TiBREEZE-Implantate auch in 
die folgenden Länder geliefert: Belgien, Italien, Finnland, 
Südafrika, die Schweiz, England, Österreich und Lichtenstein. 
Insgesamt 400 Patienten sollen weltweit betroffen sein.
   Dr. Dirk Richter (Deutschland), Vorsitzender des Komitees für 
Patientensicherheit der ISAPS, erklärte: "Da noch keine Studien 
verfügbar sind, die belegen, dass Industriesilikon für den 
menschlichen Körper ungefährlich ist, unterstützt die ISAPS die 
französischen und deutschen Empfehlungen der Behörden und ermutigt 
alle Frauen mit TiBREEZE-, PIP- oder Rofil-Brustimplantaten, die nach
2001 hergestellt wurden, einen spezialisierten Facharzt der 
Plastischen Chirurgie zu Rate zu ziehen und über eine Entfernung der 
Implantate zu sprechen."
   Die seit einundvierzig Jahren bestehende International Society of 
Aesthetic Plastic Surgery ist die grösste internationale Gesellschaft
für individuelle zertifizierte (oder gleichwertige) Ästhetische 
Chirurgen mit mehr als 2.140 Mitgliedern in 93 Ländern. Die Chirurgen
durchlaufen einen strengen Bewerbungsprozess, in dem ihre 
Qualifikation für den Beitritt zu der Gesellschaft beurteilt wird. 
Die ISAPS hat zwei grosse Ziele: die nachhaltige Ausbildung 
plastischer Chirurgen in den neuesten Techniken der Ästhetischen 
Chirurgie und Medizin, und die Förderung der Patientensicherheit. 
Alle ISAPS-Mitglieder finden Sie auf der Webseite 
http://www.isaps.org
Rückfragehinweis:
  Catherine B. Foss, Geschäftsführerin der International Society
  of Aesthetic Plastic Surgery, 1-603-643-2325, 1-603-643-1444,
  isaps@conmx.net
	
							
												
							
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