• 27.01.2012, 12:56:11
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Greenpeace-Kritik an Almosen für thermische Sanierung

Umweltorganisation fordert Sanierungsmilliarde statt unnötiger Tunnelbauprojekte

Wien (OTS) - Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist
die heute von den Ministern Berlakovich und Mitterlehner angekündigte
"Förderoffensive" für die thermische Sanierung lediglich ein Tropfen
auf den heißen Stein. Greenpeace befürchtet, dass die Neuauflage der
100 Millionen Euro an Fördergeld nicht im Stande sein wird, die
derzeit minimale Sanierungsrate von nur einem Prozent des
Gebäudebestandes deutlich anzuheben. "Während für fragwürdige
Infrastrukturprojekte wie Lobau-, Brenner-, Koralm- oder
Semmeringtunnel Milliarden locker gemacht werden, wird die thermische
Sanierung mit Almosen abgespeist", kommentiert
Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof.

Greenpeace fordert jährlich mindestens eine Milliarde Euro für
Maßnahmen, die den Energiebedarf im Gebäudebereich beschränken.
Innerhalb einer Generation könnte damit der gesamte Wohnbaubestand
thermisch saniert werden. "Bei derzeitiger Förderhöhe wird es kaum
gelingen den österreichischen Wohnbaubestand vor Ende dieses
Jahrhunderts zumindest auf Niedrigenergiehaus-Standard umzurüsten.
Leider nehmen die Minister ihre eigene Energie-Strategie, in der eine
Sanierungsrate von drei Prozent angestrebt wird, nicht ernst", so
Westerhof und betont: "Das Geld für eine wirkliche
Effizienz-Offensive im Wohnbau gäbe es, wenn man es nicht für ebenso
unnötige wie teure Tunnelprojekte verschwenden würde."

Rückfragehinweis:

Jurrien Westerhof
   Energiesprecher, Greenpeace 
   Tel.: +43 (0)664 6126701 
   mailto: [email protected]
   
   
   Melanie Aldrian
   Pressesprecherin, Greenpeace
   Tel.: +43 (0)664 6126718
   mailto: [email protected]

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