Kolportierte Sparmaßnahmen für GÖD-Unterrichtsverwaltung unerträglich!
Wien (OTS) - Laut Medienberichten scheint es innerhalb der
Regierungsparteien Einigung über eine "Beamtensteuer" und das
Aussetzen eines Biennalsprungs zu geben.
"Dies sorgt bei unseren tausenden zu vertretenden Kolleginnen
und Kollegen für unglaublichen Unmut, Empörung, Wut und
Verzweiflung", meint der Vorsitzende des zuständigen
Zentralausschusses und der gewerkschaftlichen Standesvertretung
Unterrichtsverwaltung, Johann Pauxberger.
Im öffentlichen Dienst wurden in den letzten 15 Jahren
unzählige Planstellen eingespart. Die längst überfällige
Aufgabenreform fehlt jedoch. Die Kolleginnen und Kollegen sind an
den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Ein unqualifizierter
Aufnahmestopp ist schlicht unerträglich.
Das Pensionsrecht der Beamtinnen und Beamten, das für viele
Anreiz für den Eintritt in den Bundesdienst war, wurde laufend
verschlechtert. Öffentlich rechtlich Bedienstete erhalten keine Abfertigung, keine Arbeitslosenunterstützung und Beamtinnen haben ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter.Vergrößern
"Kolleginnen und Kollegen, die sich "entpragmatisieren" lassen
wollten, wird das verwehrt. Die "Arbeitsplatzsicherungsabgabe" ist
unsinnig und nichts anderes als eine willkürliche Bezugskürzung", so
Pauxberger.
Wir Bundesbedienstete sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie
andere auch. Unsere Gehaltsabschlüsse lagen meist unter denen in der
Privatwirtschaft. Nebengebühren wurden in der Vergangenheit extrem
reduziert, die Dienstjubiläumszuwendung ist für viele Kolleginnen
und Kollegen nicht mehr erreichbar. Die Biennalvorrückungen waren
für viele Kolleginnen und Kollegen Grund, trotz eines geringen
Anfangsgehalts ein Dienstverhältnis mit dem Bund einzugehen. Eine
Aussetzung der Biennalvorrückung käme einem Vertragsbruch gleich und
würde eine weitere Bezugskürzung bedeuten.
"Das enttäuscht und demotiviert unsere gesamte KollegInnenschaft
enorm", meint Johann Pauxberger.
Er fordert die Regierungsmitglieder auf, "Sparmaßnahmen" auch
aufgabenseitig wahrzunehmen und sich nicht überwiegend an den
Geldbörsen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu
vergreifen.
Vorsitzender des Zentralausschusses
Vorsitzender der GÖD-Bundesvertretung Unterrichtsverwaltung
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