- 27.01.2012, 11:40:26
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Leitl: Neuauflage der thermischen Sanierung ist ein wichtiger Beitrag für Wachstum und Beschäftigung
Verstetigung der Förderaktion könnte Beschäftigungseffekt weiter steigern - ohne umfassende Gebäudesanierung sind Klimaschutzziele für 2020 nicht erreichbar
Wien (OTS/PWK) - "Die Förderaktion für die thermische Sanierung
geht in die Verlängerung. Das ist angesichts der sich abzeichnenden
Konjunkturabschwächung ein wichtiger Impuls für die heimische
Bauwirtschaft und ein ganz besonders willkommener Beitrag für mehr
Wachstum und Beschäftigung", begrüßt Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl die heutige Ankündigung von Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich. Demnach
wird der Bund auch in diesem Jahr 100 Millionen Euro für die
thermische Gebäudesanierung zur Verfügung stellen - 70 Millionen Euro
für den privaten Wohnbau und 30 Millionen für Betriebsgebäude.
"Die Wirtschaft bekennt sich dazu, dass gerade jetzt jeder Euro
doppelt und dreifach umgedreht werden muss, bevor er ausgegeben wird.
Die Fördermittel für die thermische Sanierung sind aber gut
angelegtes Geld, denn es gibt nur Gewinner", betont Leitl. Die
Betriebe - vom Baumeister über den Installateur bis hin zur Industrie
- und ihre Beschäftigten werden gestärkt, Umwelt und Klima
profitieren durch den niedrigeren Energieverbrauch und aus Sicht der
öffentlichen Finanzen handelt es sich dabei im schlechtesten Fall um
ein Nullsummenspiel. "Jeder Fördereuro löst ein Vielfaches an
Investitionen aus und landet letztlich als Steuereuro wieder im
Budget", so der WKÖ-Präsident. Gerade bei der Sanierung von
Privatgebäuden wird sehr oft Geld für Investitionen mobilisiert, das
Private auf die hohe Kante gelegt haben, was somit eine echte
zusätzliche Wirtschaftsbelebung bedeutet.
Für die Zukunft wünscht sich die WKÖ eine langfristige Ausrichtung
der Gebäudesanierung bis mindestens 2020, damit der volle
potenzielle Beschäftigungseffekt tatsächlich greifen kann. Auch die
Länder müssten mit der Sanierungsförderung gemäß dem
Wohnbauförderungsrecht mitziehen, sonst wird der zusätzliche Elan auf
Bundesebene durch rückläufige Förderungen auf Landesebene
neutralisiert. Ohne dauerhafte Anhebung der Sanierungsquote von 1%
auf 3 % sind auch die österreichischen Klimaschutzziele für 2020
nicht erreichbar. Forcierte Gebäudesanierung vermeidet somit spätere
Strafzahlungen.
Dass die thermische Sanierung eine Win-Win-Situation schafft,
beweist auch die vom Wirtschaftsminister präsentierte erfolgreiche
Bilanz der Förderaktion für das vergangene Jahr. Mit dem
Fördervolumen von 100 Millionen Euro wurden demnach Investitionen bis
zu 860 Millionen Euro ausgelöst und rund 12.500 Arbeitsplätze
geschaffen bzw. abgesichert. "Durch eine dauerhafte Anhebung der
Sanierungsquote von etwa 1% auf 3 % könnten sogar mehr als 30.000
zusätzliche Jobs geschaffen werden - dies muss das Ziel für die
kommenden Jahre sein", so Leitl.
Im Rahmen der jetzigen Förderaktion sind Betriebsgebäude ab einem
Alter von 20 Jahren förderfähig, der maximale Förderungsanteil
beträgt 35% der Kosten. Einreichung sind ab 20. Februar bei
www.publicconsulting.at möglich. Im Vorjahr wurden Projekte von 800
Betrieben gefördert. (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Dr. Stephan Schwarzer
Tel.: (++43) 0590 900-4195
mailto:[email protected]
http://wko.at/up
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