- 27.01.2012, 11:24:58
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Jank: Thermische Sanierung ist Investition in Umwelt und Wirtschaft
Fördermittel vom Bund wirken doppelt: Sanierung von Wohn- und Betriebsgebäuden sind Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz - Wirtschaft profitiert von zusätzlichen Aufträgen
Wien (OTS) - "Die Forcierung der thermischen Sanierung ist ein
Paradebeispiel ökologisch bewusster, konjunkturbelebender
Wirtschaftspolitik. Trotz Schnürens eines Sparpakets darf man auf
solche Aktionen nicht vergessen", zeigt sich Brigitte Jank,
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, anlässlich der heute
angekündigten Fortführung der Bundesförderaktion zur thermischen
Sanierung erfreut. Bis 2014 werden dabei jedes Jahr 100 Mio. Euro zur
Verfügung gestellt. "Fördergeld, von dem das Bau- und Baunebengewerbe
direkt profitiert, das die Klimabilanz Österreichs aufbessert und
zudem hohe Wertschöpfung im Inland schafft", so Jank.
Die Fördermillionen vom Bund bieten für viele private und
betriebliche Sanierer einen entscheidenden Anreiz,
Investitionsmaßnahmen in die Reduktion ihres Energieverbrauchs zu
tätigen. Tatsächlich entstehen durch die Förderung von thermischen
Sanierungsmaßnahmen volkswirtschaftliche Effekte, die bei einer
Fördersumme von 100 Mio. Gesamtinvestitionen in Höhe von bis zu 860
Mio. Euro auslösen. Allein an den Bund fließen dadurch wieder rund
200 Mio. Euro an Einnahmen retour. Außerdem sichern thermische
Sanierungen 10.000 Arbeitsplätze in Österreich und der Wert von
sanierten Häusern, Wohnungen und Betriebsgebäuden steigt
beträchtlich.
Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Künftig werden pro Jahr 3 Mio.
Euro aus dem Fördertopf der thermischen Sanierung für
Gemeindeprojekte reserviert. Diese fehlen den Betrieben für die
Umsetzung von Umweltschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen. Denn
bisher wurden Sanierungsmittel für Gemeinden über den Finanzausgleich
zwischen Bund, Ländern und Gemeinden geregelt.
Wiener Förderprogramm: Anträge bleiben liegen
Unzufrieden zeigt sich Jank auch mit der Abwicklung der
Thermisch-Energetischen-Wohnhaussanierungs-Förderung der Stadt Wien:
"Trotz nachweislicher, gesamtwirtschaftlich positiver Effekte der
Sanierungsförderung bleiben viele Anträge in Wien liegen, weil der
Fördertopf zu gering gefüllt ist." Jank appelliert daher an die
Stadt, ihre Förderung ausreichend zu dotieren, um die eingereichten
Projekte rasch umsetzen zu können. Weiters spricht sich die
Wirtschaftskammer-Präsidentin dafür aus, ausreichend Direktzuschüsse
zu gewähren, da Darlehen für Hauseigentümer und Verwaltung in der
Abwicklung zu aufwändig seien. "Der Ausbau der Sanierungsförderung
ist eine win-win-Angelegenheit. Die Baubranche wird als wichtige
Konjunktur- und Arbeitsmarktstütze gestärkt und die öffentliche Hand
profitiert von zusätzlichen Steuern", so Jank.
Der Vergleich macht sicher
Wie sehr sich Sanierungsmaßnahmen bezahlt machen, verdeutlicht ein
Beispiel: Eine 110 Quadratmeter große Wohnung aus den 1970er-Jahren
mit einer Energiekennzahl von 236 ist vergleichbar mit einem Auto,
das 23 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Kein Autofahrer würde eine
derartige Energieverschwendung heute noch in Kauf nehmen. Im
Vergleich zu den alten Benzinvernichtern auf vier Rädern besteht bei
Immobilien aber die Möglichkeit, die Energieeffizienz durch
thermische Sanierungsmaßnahmen wesentlich zu steigern. So lässt sich
die Energiekennzahl bei der Wohnung aus den 1970er Jahren mittels
thermischer Sanierung von 236 auf 68 reduzieren. Die jährlichen
Heizkosten verringern sich dadurch von 1840 Euro auf 540 Euro pro
Jahr.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien Martin Sattler Presse & Medienmanagement Tel.: 01 51450-1314 mailto:[email protected] http://www.wko.at/wien
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