OTS0073   27. Jan. 2012, 10:46

Global 2000 begrüßt Neuauflage des Sanierungschecks für 2012

Klimaschützer fordern Verlängerung der Förderinitiative bis 2020


Wien (OTS) - Der Sanierungsscheck - eine Förderinitiative der
Bundesregierung für die thermische Gebäudesanierung - wurde 2011 nach
einjähriger Pause erneut aufgelegt und sollte für die nächsten Jahre
zur Verfügung stehen. "Die Neuauflage des Sanierungschecks für 2012
kommt damit wie erwartet. Damit diese sinnvolle Förderinitiative aber
auch im Zeitraum der nächsten Klimaziele bis 2020 voll wirksam werden
kann, muss der Sanierungscheck bis 2020 verlängert werden", fordert
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energieexperte von GLOBAL 2000. "Denn
leider ist das Ziel für den Klimaschutz, die Sanierungsrate auf drei
Prozent zu heben, immer noch nicht erreicht", erklärt Wahlmüller.

In der Pflicht sieht GLOBAL 2000 aber auch die Länder, die ihre
Budgets für thermische Sanierung im Gegenzug gekürzt haben. Damit
wurde letztes Jahr der Gesamtanreiz in thermische Sanierung zu
investieren beträchtlich verringert, weshalb der Sanierungsscheck
2011 auch nicht so schnell vergriffen war wie der Sanierungsscheck
2009. "Der Bund muss sich mit den Ländern endlich stärker
koordinieren, um Anreize zu setzen, die wirklich wirksam sind. Es
macht wenig Sinn, dann auf die Bremse zu steigen, wenn der andere Gas
gibt und umgekehrt", sagt Wahlmüller und betont: "Eine neuerliche
Zweckwidmung der Wohnbauförderung ist vor diesem Hintergrund sehr
wichtig."

Verbessert wurden die Bedingungen für die Inanspruchnahme des
Sanierungsschecks durch den mehrgeschossigen Wohnbau. GLOBAL 2000
sieht das grundsätzlich positiv, allerdings sollten mit mehr
Anspruchsgruppen auch mehr Mittel zur Verfügung stehen: "Eine
Aufstockung der Mittel auf 300 Millionen Euro ist dringend
erforderlich, um wirklich substantiell weiterzukommen", betont
Wahlmüller.

Verbesserungspotenzial sieht GLOBAL 2000 bei den
Fördervoraussetzungen: "Mit der Förderung sollen stärkere Anreize
gesetzt werden, in hochqualitative Sanierungen zu investieren, sonst
schaffen wir die Sanierungsfälle von morgen. Da Gebäude selten
saniert werden, sollten sie auf einen anspruchsvollen technischen
Standard gebracht werden. Sanierungen auf Passivhausstandard sind
heute technisch problemlos möglich. Hier sollten stärkere Anreize
gesetzt werden", fordert Wahlmüller.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
271046 Jän 12 GLL0001 0332



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