• 27.01.2012, 10:38:37
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Bundeskanzler Faymann: "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit schützen"

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz

Wien (OTS) - "Am heutigen Gedenktag jährt sich die Befreiung von
Auschwitz zum 67. Mal. Es bleibt auch heute noch von größter
Bedeutung, die Erinnerungsarbeit zu forcieren und wachsam zu bleiben.
Ich möchte daher den Internationalen Holocaust-Gedenktag zum Anlass
nehmen, um der Millionen Opfer nationalsozialistischer
Gewaltherrschaft zu gedenken", so Bundeskanzler Werner Faymann heute,
Freitag, anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages.

"Dieser besondere Jahrestag muss Anlass sein, den sechs Millionen
jüdischen Opfern, darunter auch 1,5 Millionen Kinder, und allen
Opfern der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft zu gedenken.
In dieses Gedenken wollen wir aber auch jene mit einbinden, die
später durch Traumatisierung, Krankheit, Verfolgung sowie durch den
Verlust naher Menschen gelitten haben oder daran zugrunde gegangen
sind", so der Bundeskanzler.

Gerade in Zeiten der Krise bestehe die erhöhte Gefahr, dass
Ressentiments gegen Minderheiten, Intoleranz, Rassismus und
Antisemitismus auf fruchtbaren Boden fallen. "Wir müssen uns daher
noch vehementer gegen das Leugnen oder Verharmlosen von
NS-Gräueltaten einsetzen. Das sind wir nicht nur den Opfern dieses
barbarischen Regimes schuldig. Wir tragen auch die Verantwortung,
Menschenrechte und Demokratie in Zukunft mit noch mehr Nachdruck
gegen Provokationen zu verteidigen und weiterzuentwickeln", so
Faymann.

"Wir haben die Verpflichtung, autoritären Tendenzen in unseren
Gesellschaften - in Österreich wie in Europa - mit Entschlossenheit
entgegen zu wirken und dabei alle Möglichkeiten des demokratischen
Rechtsstaates einzusetzen. Diese Aufmerksamkeit und Wachsamkeit muss
für uns eine Selbstverständlichkeit sein. Das sind wir auch den
Opfern und ihren Angehörigen schuldig", so Bundeskanzler Faymann.

Besonders Augenmerk müsse auch auf die Jugend gerichtet werden, die
zur Wachsamkeit ermuntert werden müsse. "Jüngere Generationen sollen
die Möglichkeit haben, sich ausreichend mit der Geschichte
auseinanderzusetzen. Daher müssen Bildungs- und Jugendprojekte einen
wesentlichen Bestandteil der Erinnerungsarbeit bilden, um eine
Wiederholung der Geschichte mit allen Mitteln zu verhindern", so der
Bundeskanzler.

Faymann dankte den vielen Organisationen, Opferverbänden und Vereinen
für ihr unschätzbares Engagement. "Nur durch ein gemeinsames
Ankämpfen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Intoleranz und
jede Form von Diskriminierung werden wir unsere zentralen Werte wie
Freiheit und Demokratie sowie den sozialen Zusammenhalt auf
nationaler, aber auch auf internationaler Ebene sichern", so der
Bundeskanzler abschließend.

Rückfragehinweis:
Nedeljko Bilalic
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 2104, 0664/88 455 330
mailto:[email protected]

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