- 27.01.2012, 09:44:17
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Wr. Gemeinderat - SP-Woller: "Stadteigene KunstGmbHs sichern kulturelle Leistung"
Wien (OTS/SPW-K) - "Es ist von der Opposition nicht zu erwarten,
dass sie alles gut findet, was die Stadtregierung macht - dennoch
gibt es Fakten und Realitäten, die man anerkennen sollte", erklärte
der Vorsitzende des Kulturausschusses, SP-Gemeinderat Ernst Woller,
im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung und reagierte damit auf
die Kritik der Opposition, vor allem der ÖVP, bei der Woller
Ahnungslosigkeit und das bewusste Falschverstehen bzw. das Verdrehen
von Tatsachen ortete.
"Gerade die Wirtschaftspartei ÖVP müsste wissen, dass es so etwas wie
Rechte und Verträge gibt - das gilt auch für Gerald Matt. Wenn die
Staatsanwaltschaft oder das Kontrollamt eine relevante
Schuldhaftigkeit Matts festgestellt hätte, dann wären diese
aufgegriffen worden, bisher gibt es aber keinerlei Beweise, daher
gilt auch weiterhin die Unschuldsvermutung", unterstrich Woller.
"Mit dem vorliegenden Akt überführen wir die KÖR GmbH sowie den
privaten Verein der Kunsthalle ins Eigentum der Stadt Wien. Zudem
beschließen wir die Jahressubvention für die Kunsthalle - die
notwendig ist, um schon jetzt die Projekte der nächsten Jahre
vorbereiten zu können", betonte Woller. Dazu brauche es Verträgen mit
Galerien, Museen oder Sammlern - die, von der ÖVP vorgeschlagenen
Monatssubventionen seien daher nicht möglich.
Die Kunsthalle Wien sei nicht nur in Wien ein Hot Spot, sondern auch
eine von den wenigen, auch in den USA bekannten, Kunstinstitutionen
Österreichs, erklärte Woller. Mit der Überführung der KÖR GmbH sowie
der Schaffung einer stadteigenen Kunsthalle GmbH sichere Wien die
Zukunft und die Unabhängigkeit dieser Kulturinstitutionen ab. "Die
neue Kunsthalle GmbH wird über einen Eigentümervertreter, einen
unabhängigen Aufsichtsrat sowie einen provisorischen Geschäftsführer
verfügen. Zusätzlich wird eine unabhängige
Wirtschaftstreuhänderkanzlei die neue GmbH sowie die medial
kolportierten Vorwürfe gegen Gerald Matt prüfen. Ende März wird es
einen Bericht geben, der gleichzeitig die Basis für weitere
Handlungen sein wird. Sollte sich dabei herausstellen, dass die
Vorwürfe gegen Matt nicht halten, wird er seine Position ab 2. April
wieder einnehmen", stellte Woller klar.
"Wir wollen nicht Politik in die Kunst bringen, aber bei
Institutionen, die ausschließlich mit den Mitteln der Stadt betrieben
werden, muss die Stadt auch mitreden können. Die, heute zu
beschließend Überführung in stadteigene GmbHs schafft nunmehr die
Voraussetzung für eine klare Trennung der Aufgaben und sichert die -
für Wien so wichtigen - Leistungen der KÖR und der Kunsthalle ab.
Zudem beruhigen wir dadurch die Situation und ermöglichen es den
Künstlerinnen und Künstlern, aber auch den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern von KÖR und Kunsthalle wieder in Ruhe zu arbeiten", so
Woller abschließend. (Schluss) lok
Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag. Louis Kraft
Tel.: (01) 4000-81 943
mailto:[email protected]
www.rathausklub.spoe.at
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