OTS0008   27. Jan. 2012, 08:44

SP-Laschan: Späte FPÖ-Einsicht, dass es keine "Stadt ohne Ausländer" gibt

Freiheitliche im 15. Bezirk befürworten Wiener Positionen der SPÖ


"Man soll Menschen nicht daran hindern, klüger
zu werden", kommentiert SP-Gemeinderätin Claudia Laschan die gestrige
Sitzung des Integrationsausschusses im 15. Bezirk. Die von
Bürgermeister und SPÖ-Landesparteichef Michael Häupl präsentierten
Wiener Positionen zum Zusammenleben wurden dort nämlich von den
blauen Bezirksräten als Antrag eingebracht. "Es wäre ein Silberstreif
am Horizont, wenn in der Stadt-FPÖ endlich die Radikalität der
Konstruktivität weichen würde", so Laschan.

Mit ihrem Antrag erkennen die FPÖ-Bezirksräte die
sozialdemokratische Vorreiterrolle im Bereich des Zusammenlebens und
der Integrationspolitik an. Damit bekennt sich die FPÖ auf
Bezirksebene dazu, dass es keine "Stadt ohne Ausländer" im 21.
Jahrhundert gibt, dass Vielfalt auch in Wien Realität ist und alles,
was die Stadt und unsere Gesellschaft bereichert, willkommen ist.
Noch im Zuge der Arbeitsmarktöffnung agitierte FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache gegen "Arbeitnehmer aus dem Osten" und
"Massenzuwanderung". "Seine Bezirksräte sagen ihm mit diesem Antrag,
wo Fachkräfte fehlen, ist Zuwanderung nötig", betont Laschan.

Besonders erfreut ist die SP-Gemeinderätin aus dem 15. Bezirk
darüber, dass sich die Freiheitlichen in Rudolfsheim-Fünfhaus auch
dazu bekennen, dass sich in der Politik Zuwanderinnen und Zuwanderer
engagieren und sichtbar Verantwortung für die Gestaltung des
gemeinsamen Lebensumfeldes übernehmen sollen. "Dass auch
Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Ausland und ihren Kindern
soziale Sicherheit, Aufstiegschancen und ein besseres Leben
ermöglicht werden soll, wird die rechten Recken im blauen Rathausklub
wohl verwundern. Das wurde aber ebenfalls von der Bezirks-FPÖ
anerkannt", unterstreicht Laschan.

Für "Kreuzritter" Strache und seinem "Daham statt
Islam"-Generalsekretär Kickl bedeutet dies, dass sie mit den Blauen
im 15. Bezirk nicht mehr rechnen können. "Die hat nun endlich die
Einsicht ereilt, dass Religionen und Weltanschauungen in Wien frei
ausgeübt werden können, da dies ein Menschenrecht ist", so die
Gemeinderätin abschließend.

(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0008 2012-01-27 08:44 270844 Jän 12 DS10001 0312



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