• 26.01.2012, 18:00:32
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Energieautonomie Vorarlberg - "ehrgeiziges, aber machbares Ziel"

Informations- und Diskussionsveranstaltung in Götzis

Götzis (OTS/VLK) - Die Energieautonomie Vorarlberg ist auf
Schiene: Neben der Umsetzung der vom Landtag beschlossenen Ziele und
101 enkeltauglichen Maßnahmen geht es auch darum, Bevölkerung,
Unternehmen und Entscheidungsträger laufend zu informieren und in den
Veränderungsprozess einzubinden - so geschehen bei einer
Informations- und Diskussionsveranstaltung am Donnerstag (26. Jänner)
in Götzis. Gut 400 Personen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
nahmen daran teil.

Die Energieautonomie ist für unser Land ein sehr ehrgeiziges, aber
machbares Ziel", sagte Landeshauptmann Markus Wallner: "Was den
Energiebereich anbelangt, so waren es viele erfolgreiche Initiativen
in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und
Klimaschutz, die unser Land in eine energiepolitische Vorreiterrolle
gebracht haben." Das Ziel der Energieautonomie realisiere sich aber
nicht von selber, so der Landeshauptmann. Bei dem notwendigen
Veränderungsprozess sei darauf zu achten, "dass soziale und
ökologische Verträglichkeit und wirtschaftliche Machbarkeit nicht zu
kurz kommen."

"Vorarlberg hat sich für den Weg einer integrierten
Verkehrspolitik entschieden, die auf nachhaltigen Konzepten beim
Personen- und Güterverkehr aufbaut und ein funktionierendes
Zusammenwirken der Verkehrssysteme vorantreibt," betonte
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Vorarlberg, so Landesrat Erich
Schwärzler, "will durch intelligente Energienutzung und den
verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zum
Klimaschutz leisten und weniger abhängig von steigenden
Energiepreisen auf den Weltmärkten werden."

101 enkeltaugliche Maßnahmen

Bei der Veranstaltung in Götzis referierte der Leiter des
Fachbereichs Energie im Landhaus, Adi Groß, im Detail über Ziele,
Maßnahmen und die nächsten Schritte. Basis dafür bildet ein
Diskussionprozess, der im vergangenen Jahr stattfand. Rund 60
Experten und Interessenvertreter haben in über 20 Workshops in den
Arbeitsgruppen "Erneuerbare Energieträger", "Industrie und Gewerbe",
"Gebäude" sowie "Mobilität und Raumplanung" konkrete Maßnahmen
erarbeitet. "Die 101 enkeltauglichen Maßnahmenvorschläge decken eine
große thematische Breite ab - von der Energieeffizienz von Gebäuden
über Maßnahmen in der Industrie und Mobilität bis zu den erneuerbaren
Energieträgern", sagte Groß, "Ebenso umfassen sie verschiedenste
Zielgruppen und Maßnahmenarten wie zum Beispiel Bildung,
Sensibilisierung, Anreizsysteme und Regulative. Konkrete Beispiele
sind u.a.
- der Ausbau der erneuerbaren Energieträger (Wasserkraft,
Sonnenenergie, Biogas, Biomasse, Geothermie und Windenergie);
- die Erhöhung der Gebäude-Sanierungsrate auf drei Prozent pro Jahr
und die Entwicklung von Modellgebäuden für die Energieautonomie;
- die Verbesserung der spezifischen Energieintensität der
Sachgüterproduktion (2009 bis 2020) um jährlich ein Prozent;
- die Verstärkung der Programme zur Steigerung des öffentlichen
Verkehrs und Aktivverkehrs zu Fuß und per Fahrrad mit Verlagerung von
zusätzlich fünf Prozent der kurzen Pkw-Wege auf den Radverkehr sowie
ein Parkplatzmanagement für verkehrsintensive Einrichtungen.

Durch die 101 enkeltauglichen Maßnahmen soll es
- zu einer Reduktion des Energieverbrauches um 15 Prozent (von 9.546
GWh im Jahr 2005 auf 8.097 GWh im Jahr 2020),
- zu einer Erhöhung der Energieproduktion um 14 Prozent (von 3.484
GWh im Jahr 2009 auf 3.960 GWh im Jahr 2020), - zu einer
CO2-Einsparung von 18 Prozent (von 1,8 Millionen Tonnen CO2 im Jahr
2005 auf 1,5 Millionen Tonnen CO2 m Jahr 2020) kommen.

Bei der Veranstaltung wurde auch ein Filmbeitrag gezeigt:
Bürgerinnen und Bürger kamen mit ihren Ansichten und Perspektiven zum
Thema Energieautonomie zu Wort. Als Gastredner brachte der
Generaldirektor der Stadt Bozen, Helmuth Moroder, von einer sehr
engagierten Stadt aus eine Aussensicht auf den Weg Vorarlbergs ein.
www.energiezukunft-vorarlberg.at

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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