• 26.01.2012, 16:23:54
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  • OTS0274 OTW0274

Sitzung des NÖ Landtages

Zwei Aktuelle Stunden

St. Pölten (OTS/NLK) - Es folgte eine weitere Aktuelle Stunde zum
Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Kleinkinderbetreuung in
Niederösterreich!".

Abgeordnete Christa V l a d y k a (SP) betonte, die Schaffung von
neuen Kinderbetreuungsplätzen sei ein wesentlicher Beitrag zur
besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die rund 45.000
fehlenden Kinderbetreuungsplätze seien mit ein Grund für den selten
verwirklichten Kinderwunsch in Österreich. Besonders bei der
Kleinkinderbetreuung gebe es einen großen Nachholbedarf mit
Einrichtungen, die flexible Öffnungszeiten hätten. Die Gemeinden
sollten in ihren Bemühungen um die Kinder unterstützt und gefördert
werden.

Abgeordneter Edmund T a u c h n e r (FP) betonte, das
Hauptaugenmerk der Politik müsse auf der Förderung der Familien
liegen. Den Freiheitlichen ginge es um eine echte Wahlfreiheit.
Familienpolitik dürfe nicht zum verlängerten Arm der
Arbeitsmarktpolitik degradiert werden. Die Freiheitlichen wollten
mehr Gerechtigkeit für die Familien.

Abgeordneter Günter K r a f t (SP) sagte, die völlige
Selbstbestimmtheit für Familien sei das Gebot der Stunde. Viele
Familien benötigten zwei Einkommen, um den Lebensunterhalt bestreiten
zu können. Die Lücke zwischen Karenzurlaub und
Kinderbetreuungsplätzen müsse rasch geschlossen werden. Väter und
Mütter würden ein bedarfsorientiertes Angebot brauchen.

Abgeordnete Marianne L e m b a c h e r (VP) meinte, das Thema
Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei der VP sehr wichtig. Die
Wahlfreiheit sei oberstes Gebot. Es habe bereits sehr viele
Verbesserungen gegeben, verwies sie etwa auf die Betreuung der
Zweieinhalbjährigen im Kindergarten, die Tagesmütter, die
Kinderkrippen oder auch die Horte in Niederösterreich. Sie wies auch
auf das Aktionsteam Kinderbetreuung hin. Man könne stolz darauf sein,
was in Niederösterreich für die Familien gemacht werde.

Abgeordnete Amrita E n z i n g e r (G) bezeichnete die
Kinderbetreuung als essentielles Thema, es gebe aber noch einiges zu
tun. Bereits 60 Prozent der Mütter von Kindern in Kindergärten seien
berufstätig. Diese seien darauf angewiesen, dass es genug
Kinderbetreuungseinrichtungen gibt. Von besonderer Bedeutung sei auch
der öffentliche Verkehr in Niederösterreich, damit Eltern sicher und
günstig zur Arbeit kommen könnten. Kinder seien unsere Zukunft,
betonte sie abschließend.

Abgeordneter Benno S u l z b e r g e r (FP) sagte, die
Freiheitlichen würden sich eindeutig zur Institution Familien
bekennen. Hier sei die Verantwortung jedes einzelnen gefragt, um eine
Lösung herbeizuführen. Es dürfe nicht sein, dass bei den Familien ein
Kahlschlag passiere.

Abgeordneter Herbert T h u m p s e r (SP) sagte, im Bereich
der Kinderbetreuung gehe es um Sicherheit für junge Menschen, um
finanzielle und soziale Sicherheit. Man brauche institutionelle
Kleinkinderbetreuungseinrichtungen in den Gemeinden, das bringe erst
Wahlfreiheit. Die Gemeinden müssten aber entsprechend finanziell
unterstützt werden. Bei der schulischen Nachmittagsbetreuung habe man
auch einen Sockelbetrag zustande gebracht.

Abgeordneter René L o b n e r (VP) meinte, bei der
Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehe es nicht nur um die
Kinderbetreuung. Es gehe auch um Rollenbilder, Rahmenbedingungen und
die gesellschaftliche Bedeutung von Familie. Die Familie habe auch
große Bedeutung für die regionale Wirtschaft. Beim Wettbewerb der
Regionen hätten jene die Nase vorn, die optimale Bedingungen für
junge Familien schaffen. Niederösterreich sei bei der
Kleinkinderbetreuung auf einem guten Weg.

Landesrätin Mag. Barbara S c h w a r z (VP) sprach von der
Familie als Ort der Geborgenheit, Zuwendung und Liebe, als Verband,
der füreinander Verantwortung trage und den Kindern einen guten Start
ins Leben ermögliche. Beim Kinderbetreuungsgeld die fünf Varianten
auf eine zu reduzieren, wie dies Grüne und SP wollten, sei ein
Anschlag auf die Familien, weil damit durch die Hintertüre die
Karenzzeit verkürzt werde. Den Eltern müsste die individuelle
Entscheidungsfreiheit gelassen werden.

Abgeordneter Emmerich W e i d e r b a u e r (G) betonte, eine
Schulung der Eltern sei dringend notwendig. Das spüre man in den
Schulen.

(Forts.)

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk

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