• 26.01.2012, 16:17:34
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  • OTS0272 OTW0272

Pew drängt nach Reformen der EU-Tiefseefischerei-Verordnungen

Brüssel (ots/PRNewswire) -

- Damanaki vor Veröffentlichung des Vorschlags der 
EU-Kommission zur
                                   Regelung des Tiefseezugangs

Die Pew Environment Group ermutigte heute die Europäische
Kommission, die Tiefseefischerei-Verordnungen umfassend zu
reformieren. Die Kommission bereitet die Veröffentlichung ihres
Vorschlags zur Regelung des Tiefseezugangs vor dem Ende des ersten
Quartals 2012 vor.

In einer neuen Politikanalyse, "Out of the Abyss: Transforming EU
Rules to Protect the Deep Sea [http://www.pewenvironment.org/news-ro
om/reports/out-of-the-abyss-transforming-eu-rules-to-protect-the-deep
-sea-85899369312 ] " [Aus dem Abgrund: Änderung der EU-Vorschriften
zum Schutz der Tiefsee], in der die derzeitigen Probleme der
Aufsicht und Kontrolle der EU-Tiefseefischerei im Nordostatlantik
analysiert werden, schlägt Pew tragfähige Lösungen zur Sicherstellung
der Nachhaltigkeit und des Schutzes von gefährdeter Biodiversität in
der Tiefsee vor.

Die wichtigsten Reformen sind unter anderem:

- Abbau der destruktiven Grundfischereipraktiken und der 
Verwendung von
          Grundfanggeräten;
        - verpflichtende Erstellung einer Folgenabschätzung vor 
Erteilung von
          Genehmigungen zur Tiefseefischerei;
        - Einrichtung von Sperrzonen in Bereichen, in denen die 
Tiefseefischerei
          empfindlichen marinen Ökosystemen Schaden zufügen könnte, 
wie z. B.
          Kaltwasserkorallen und -schwämmen; und
        - Reduzierung des Beifangs (Fang von nicht zu den Zielgruppen
gehörenden
          Tieren) von Tiefseearten und Beendigung des Zurückwerfens.

"Da die EU über eine der grössten Tiefseefischereiflotten der Welt
verfügt, ist sie in einer einmaligen Position, die weltweite
Führerschaft für den Schutz empfindlicher Tiefseearten und Ökosysteme
vor den schädlichen Auswirkungen der Grundfischerei zu übernehmen",
erklärt Matthew Gianni, Berater für Tiefseepolitik der Pew
Environment Group. "Kommissarin Damanaki muss an ihren Überzeugungen
festhalten und diesen Vorschlag als Mittel zum Abbau destruktiver
Fischereipraktiken einsetzen, wie z. B. der
Tiefsee-Grundschleppnetzfischerei."

Wie die Pew-Analyse zeigt, kamen verschiedene Beurteilungen zu dem
Schluss, dass die EU-Bewirtschaftungsregelungen für die
Tiefseefischerei unzureichend sind, mangelhaft vollstreckt werden und
nicht den internationalen Abkommen sowie den gesetzlichen
Verpflichtungen für das nachhaltige Management der Fischerei
entsprechen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben festgestellt,
dass die Tiefsee-Grundschleppnetzfischerei die grösste Gefahrenquelle
für Tiefseearten und das Ökosystem darstellt. Der Internationale Rat
für Meeresforschung, d. h., der mit der Beratung der EU bei
Fischereifragen beauftragte, zwischenstaatliche
Wissenschaftsausschuss schätzt, dass der Fang von Tiefseefischen im
Nordostatlantik durch EU-Flotten vollständig "ausserhalb sicherer
biologischer Grenzen" liegt, und hat empfohlen, das Fischen von
Tiefseearten nennenswert zu reduzieren oder ganz einzustellen.

Hintergrundinformationen

- Den vollständigen Bericht "Out of the Abyss: Transforming 
EU Rules to
          Protect the Deep Sea" bzw. Zugriff auf eine Zusammenfassung
in Englisch, Deutsch,
          Französisch oder Spanisch erhalten Sie unter:
          http://www.pewenvironment.org/news-room/reports/out-of-the-
abyss-transforming-eu-rules-to-protect-the-deep-sea-85899369312
        - Tiefseefischerei im Nordostatlantik Datenblatt
          [http://www.pewenvironment.org/news-room/fact-sheets/deep-s
ea-fishing-in-the-northeast-atlantic-an-overview-85899363906 ]
          .
        - Internationaler Rat für Meeresforschung: ICES Advice 2010, 
Buch 11.2.1.1
          Status of fish stocks managed by the Community in the 
Northeast Atlantic. [Zustand des
          von der Gemeinschaft im Nordostatlantik bewirtschafteten 
Fischbestandes] Seite 3
          http://www.ices.dk/committe/acom/comwork/report/2010/Specia
l%20Requests/EC%20Status%20of%20fish%20stocks.pdf

Die Pew Environment Group ist die Naturschutzabteilung des Pew
Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die weltweit
aktiv ist, um pragmatische, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen
beruhende Richtlinien einzuführen, die unsere Meere schützen und die
Wildnis erhalten, sowie saubere Energie fördern.
http://www.PewEnvironment.org

Rückfragehinweis:
Shannon Ternes, +1-202-540-6568, [email protected]

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