- 26.01.2012, 14:12:56
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Krankenhaus Göttlicher Heiland: Patientin Sandra W. wurde bei uns behandelt
Ein stationärer Aufenthalt war medizinisch nicht indiziert - ein Kontrolltermin für den nächsten Tag wurde vereinbart.
Wien (OTS) - Wien (OTS) - Zu den aktuellen Pressemeldungen dürfen
wir wie folgt klarstellen:
- Das Krankenhaus Göttlicher Heiland hat Frau W. nicht abgewiesen.
Gemäß der Untersuchung wurde entschieden, dass ein stationärer
Aufenthalt nicht indiziert ist. Ein Termin für nächsten Tag wurde
vereinbart.
- Die Blutungen waren zu diesem Zeitpunkt nur leicht.
Wir bedauern sehr, dass Sandra W. ihr Kind verloren hat. Ebenso
bedauern wir, dass sich Frau W. mit ihrer Angst bei uns nicht
ausreichend betreut gefühlt hat.
Wie der Verlauf der Tage nach der sorgfältigen Untersuchung der
Schwangeren durch zwei Ärztinnen in unserem Haus gezeigt hat, waren
häusliche Bettruhe, die entsprechende Medikation und das Abwarten
einer Besserung zwar medizinisch angemessen, aber schließlich doch
nicht genug. Gerade in einer so belastenden Situation ist der
psychologische Beistand neben der sorgfältigen medizinischen
Versorgung unabdingbar.
Hier hätten wir etwas besser machen können: Die stärkende
Kommunikation ist uns in dieser Situation offensichtlich nicht
gelungen. Frau W. schien bei der Untersuchung besonders ruhig und
gefasst, was unsere Einschätzung ihrer Angst leider erschwerte. Um
sicher zu gehen, wurde für den nächsten Tag ein Termin für die
Geburtsanmeldung und natürlich die Kontrolluntersuchung vereinbart;
diesen Termin hat Frau W. leider nicht wahrgenommen.
Noch ein paar Fakten zum medizinischen Sachverhalt: Blutungen
kommen in der Frühschwangerschaft häufig vor und werden in ihrer
Intensität oft sehr unterschiedlich wahrgenommen. Als Frau W. unsere
Ambulanz aufsuchte, war die Blutung nur leicht und keine Indikation
für eine stationäre Aufnahme. Es wurden häusliche Bettruhe und eine
Medikation verordnet. Eine stationäre Aufnahme hätte diesen Verlauf
nicht verhindern können.
Wir hoffen, dass Frau W. diesen Schicksalsschlag mit geeigneter
Betreuung möglichst bald bewältigen kann. Wenig bekannt ist, dass
fast jede 4. Schwangerschaft in den ersten Wochen verloren geht.
Natürlich bringt das für die Betroffenen erhebliche psychische
Belastungen. Aber die Erfahrung zeigt, dass Folgeschwangerschaften
oft unmittelbar möglich sind und auch gut verlaufen.
Für Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsführer Dr. Johannes
Steinhart (Ärztlicher Direktor) ([email protected]) und Mag.
Martin Steiner (Verwaltungsdirektor) ([email protected]), der
Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe Prim. Dr.
Albert Mayer ([email protected]) und die PR-Verantwortliche Mag.
Sigrid Kern ([email protected]) gerne zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Mag. Sigrid Kern PR & Marketing Krankenhaus Göttlicher Heiland A-1170 Wien, Dornbacher Strasse 20-28 TEL: 01/400 88 - 9320 E-MAIL: [email protected] WEB: www.khgh.at
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