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OTS0179   26. Jan. 2012, 12:51

Scheele: Impfungen sind wichtige und hochwirksame Präventionsmaßnahmen

Meningokokken- und Pneumokokken-Impfung neu in Kinderimpfkonzept aufgenommen


Das Thema Impfen gehört zu den großen
Erfolgsgeschichten der neueren Medizin. Seit Beginn der ersten
Impfungen, im 18. Jahrhundert gegen Pocken, wurden unzählige
Impfstoffe entwickelt und kontinuierlich verbessert. Die
niederösterreichische Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele
verdeutlicht die Wichtigkeit dieser Präventionsmaßnahmen: "Heute wird
davon ausgegangen, dass weltweit durch Impfungen jedes Jahr drei
Millionen Todesfälle abgewendet, somit 400 Millionen Lebensjahre
gerettet und 750.000 Behinderungen bei Kindern verhindert werden
können."

Als Meilenstein in Österreich gilt für Landesrätin Karin Scheele das
unter Bundesministerin Hostasch und mit Beteiligung des Bundes, des
Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger und den Bundesländern
beschlossene Impfkonzept: "Es gilt als die Grundlage des Impfwesens
vom Säuglingsalter bis zum Ende der Schulpflicht. Besonders wichtig
dabei ist, dass alle im Impfkonzept vorgesehenen Impfungen kostenlos
sind." Die Kosten der Impfstoffe werden zu zwei Drittel vom Bund und
zu je einem Sechstel von den Bundesländern und dem Hauptverband der
Sozialversicherungsträger übernommen. Für die anfallenden
Ärztehonorare kommen die Bundesländer zur Gänze auf.

Zum Schutz der Bevölkerung vor Epidemien gilt es möglichst hohe
Durchimpfungsraten zu erzielen. "Bei Masern müssen etwa 95 Prozent
der Bevölkerung geimpft sein, um eine Ausbreitung zu verhindern. Zum
Erreichen von möglichst hohen Durchimpfungsraten haben sich
Reihenimpfungen bestens bewährt. Es ist daher wichtig, dass besonders
die Schulimpfungen konsequent fortgesetzt werden", so Landesrätin
Scheele. Schulimpfungen werden in Österreich seit den 50er Jahren in
den österreichischen Schulen durchgeführt. Beginnend mit der
Polio-Impfung kamen später Diphtherie, Tetanus, Röteln, Hepatitis und
schließlich die Masern-Mumps-Impfung hinzu.

Der Impfplan 2012 erweitert das Angebot laut Scheele um zwei weitere
Impfungen: "Im Rahmen der kostenlosen Impfaktion können wir nun in
Niederösterreich eine Meningokokken-Impfung für alle Jugendlichen ab
dem 11. Lebensjahr und eine Impfung gegen Pneumokokken für alle
Kinder, die nach dem Stichtag 1. September 2011 geboren sind,
ermöglichen."

Die Betrachtung der Krankheitsbilder führt die Bedeutung dieser
Impfungen vor Augen: Meningokokken sind Bakterien, die eine
bakterielle Hirnhautentzündung und Blutvergiftung auslösen können.
Meningokokken-Erkrankungen stellen weltweit ein gravierendes
Gesundheitsproblem dar, von dem besonders Kleinkinder unter 5 Jahren
sowie Jugendliche gefährdet sind.
Pneumokokken verursachen bei Säuglingen und Kleinkindern schwere
invasive Erkrankungen, wie Blutvergiftung, Hirnhaut-, Lungen- und
häufig Mittelohrentzündung. Pneumokokken sind laut der
Weltgesundheitsorganisation die Hauptursache von Todesfällen bei
Kindern unter fünf Jahren, die durch Impfungen vermeidbar wären.

Nach rund 200 Jahren sind Impfungen in Österreich selbstverständlich
geworden. "Trotzdem" so Karin Scheele "beobachten wir einen
teilweisen Rückgang der Impfmotivation, besonders bei den
Erwachsenen! Gründe dafür sind, dass manche Krankheiten als harmlose
Kinderkrankheiten abgetan werden und Impfgegner Ängste vor
vermeintlichen Folgeschäden schüren, die in keiner Relation zur
präventiven Wirkung stehen." Sie plädiert daher an alle Erwachsenen
sich regelmäßig impfen zu lassen und auch den Kindern und
Jugendlichen die Impfungen der Schulaktionen nicht zu verwehren. Die
Impfstoffe für Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche bis zum 15.
Lebensjahr, die nicht in der Schule geimpft werden konnten, können
außerdem kostenlos gegen ein vom Arzt ausgestelltes Rezept auch in
der Apotheke bezogen werden.

Mehr Informationen zum Impfwesen finden Sie auf der Homepage des
Landes Niederösterreich unter www.noel.gv.at Rubrik Gesundheit/
Gesundheitsvorsorge/ Schulimpfungen

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0179 2012-01-26 12:51 261251 Jän 12 NSN0002 0521



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Rückfragehinweis: Büro LRin Scheele
Christoph Ertl
Pressereferent LRin Mag.a Karin Scheele
Tel.: 0664/ 10 34 340

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