• 26.01.2012, 12:18:01
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Pirker: Gesteuerte Migration nach Europa ohne bürokratische Saltos

Innenausschuss des EU-Parlaments für gezielten Fach- und Führungskräfteaustausch bei konzerninterner Entsendung

Brüssel, 26. Jänner 2012 (OTS) "Unsere Betriebe verlangen
gerade in den technischen und den IT-Berufen nach gut ausgebildeten
Fachkräften. Wenn Unternehmensgruppen solche Fachkräfte schon in
einem nicht EU-Land unter Vertrag haben, dann muss es ohne
Schwierigkeiten möglich sein, diese auch in die EU-Niederlassung
des Unternehmens zu holen", zeigt sich Hubert Pirker,
Sicherheitssprecher des ÖVP-Europaklubs über den heutigen Beschluss
im Innenausschuss des Europäischen Parlament zur "Richtlinie über
die konzerninterne Entsendung" erfreut. ****

Die neue Richtlinie regelt EU-weit den Zuzug von Fach- und
Führungskräften von außerhalb der EU innerhalb eines Konzerns, der
Niederlassungen in der EU und in einem nicht EU-Land hat. Für die
hochqualifizierten Fachkräfte, die auf diese Weise nach Europa
kommen, solle dies möglichst unbürokratisch ablaufen. So muss etwa
die nationale Behörde, die über den Antrag befindet, innerhalb von
30 Tagen entscheiden. Es wird möglich sein, auch in Niederlassungen
in anderen EU-Mitgliedstaaten zu arbeiten, oder die Familie
vereinfacht mitzubringen. "All das erhöht die Attraktivität des
Wirtschaftsstandortes Europa für Hochqualifizierte und wird dazu
beitragen, dass das Modell angenommen wird und nicht in Schubladen
verstaubt. Ein IT-Spezialist aus Indien, der dort in einem
europäischen Unternehmen arbeitet, wird damit seine Kompetenz
einfacher bei uns einsetzen können, und zwar ohne dafür
bürokratische Saltos schlagen zu müssen", so Pirker. "Wichtig war
uns aber auch, von vornherein dafür zu sorgen, dass es keine
Schlupflöcher für Betrüger gibt", begründet Pirker etwa die
Ausnahme von Leiharbeitsfirmen vom Geltungsbereich des neuen EU-
Gesetzes.

"Der Versuch der linken Fraktionen im Europäischen Parlament,
allerorts Hürden aufzubauen, war schon bemerkenswert", wundert sich
Pirker. Denn umgekehrt würden diese bei der illegalen Migration,
der Ausweitung der Familienzusammenführung oder effektiven
Grenzkontrollen immer recht milde Töne anschlagen. "Wir konnten als
Europäische Volkspartei aber sicherstellen, dass das angestrebte
Ziel erreicht wurde, nämlich unbürokratische Migration für
hochqualifizierte Fachkräfte, die unserer Wirtschaft und unserer
Gesellschaft nutzen", betont Pirker abschließend.

Rückfragen: Dr. Hubert Pirker MEP, tel.: +32-2-284-5898
([email protected])
Daniel Köster M.A., EVP Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
([email protected])

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