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OTS0093   26. Jan. 2012, 10:33

LK-Präsidenten strikt gegen Kürzung der Bauern-Einkommen

Landwirtschaft bereit, ihren gerechten Beitrag zur Sanierung zu leisten


"Die Landwirtschaft ist bereit, ihren gerechten
Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten, doch
einseitige Belastungen werden als ungerecht und unsozial abgelehnt.
In ihrer heutigen Sitzung haben sich alle neun
Landwirtschaftskammerpräsidenten strikt gegen Kürzungen beim
Bauern-Einkommen ausgesprochen. Da Arbeiter und Angestellte, Beamte
und Pensionisten 2012 ein spürbares Einkommens-Plus erhalten, kann
man den Bäuerinnen und Bauern kein Minus zumuten. Solche
Vorstellungen haben mit der oft beschworenen Gerechtigkeit aber schon
gar nichts zu tun", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK
Österreich, nach der Sitzung der LK-Präsidenten.

Diskussion über Umwidmungsabgabe

"Über eine Abgabe auf Gewinne nach Umwidmungen agrarischer
Grundstücke ist die Landwirtschaft nach wie vor diskussionsbereit.
Die Umwidmungsabgabe brächte immerhin 25% des gesamten
Sanierungsbedarfs, die hier von 3% der Bevölkerung aufgebracht werden
müssten. Wenn aber nun manche meinen, dass sie die hier zu
erwartenden EUR 500 Mio. jährlich quasi als Vorleistung einkassieren
können und die Landwirtschaft zusätzliche EUR 500 Mio. durch gekürzte
Ausgleichszahlungen, neue Steuern und Streichungen im Sozialbereich
aufzubringen hätte, so sind das üble Bazar-Methoden, die wir
ablehnen", so Wlodkowski deutlich.

Strukturen verändern

"Die Landwirtschaft war und ist von allen Einsparungsmaßnahmen,
die die übrige Bevölkerung treffen, ebenfalls betroffen. Mehr noch:
Beim letzten Sparpaket gab es soziale Kürzungen, die nur die
Bauernfamilien zu tragen hatten, sonst niemand. Wir können und wollen
nicht schon wieder zweimal oder dreimal zur Kasse gebeten werden. Nur
weil Äcker, Wiesen und Wälder nicht außer Landes gebracht werden
können, können sie und ihre Besitzer doch nicht ständig als einzige
Einnahmequellen zur Schuldenreduktion herangezogen werden. Wer es
ehrlich mit dem Sparen meint, verändert die Strukturen dort, wo sie
die höchsten Kosten verursachen. Dazu hat der Rechnungshof schon eine
Reihe gangbarer Vorschläge gemacht", stellte Wlodkowski abschließend
fest.
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0093 2012-01-26 10:33 261033 Jän 12 AIM0001 0306



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