- 26.01.2012, 10:24:54
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18. Wiener Gemeinderat (1)
Fragestunde
Wien (OTS) - Der Wiener Gemeinderat begann wie gewohnt um 9.00 Uhr
mit der Fragestunde.
Die erste Anfrage stellte GR Mag. Dietbert Kowarik (FPÖ) an STR
Christian Oxonitsch (SPÖ). Er wollte wissen, welcher Rechtsträger zur
Abwicklung der administrativen Aufgaben der
Wilhelminenberg-Kommission gefunden wurde. Oxonitsch antwortete, dass
das Institut für Recht- und Kriminalsoziologie diese Funktion
übernommen habe. Barbara Helige und ihr Team sei für den
wissenschaftlichen Teil zuständig. Ziel der Kommission sei es, bis
Ende des Jahres einen umfassenden Bericht vorzulegen. Angesprochen
auf die Historikerkommission meinte Oxonitsch, dass es Betroffenen
bisweilen weniger um Entschädigung, als viel mehr um Aufklärung und
Anerkennung von erlittenem Leid ginge. Er spreche sich auch für
bundesweite Standards beim Opferschutz aus, wobei nicht alle Länder
am selben Strang ziehen würden. Auch beim Kinderschutz wolle Wien
eine Vorreiterrolle einnehmen - bis Ende des Jahres soll eine
unabhängige Ansprechstelle im Rahmen der Kinder- und
Jugendanwaltschaft geschaffen werden, dass das Angebot Rat auf Draht
ergänzen soll, so Oxonitsch.
Die zweite Anfrage ging an StRin Sandra Frauenberger (SPÖ) und wurde
von GRin Mag. Sonja Ramskogler (SPÖ) gestellt. Sie wollte mehr über
die Sprach- und Bildungsangebote für Frauen wissen. Frauenberger
erläuterte eingangs die Ergebnisse einer Studie der Arbeiterkammer
zur Arbeitssituation von MigrantInnen. Diese hätte gezeigt, dass
neben dem Spracherwerb auch die Förderung und Anerkennung bereits
vorhandener Qualifikationen wichtig sei. Der Sprach- und Bildungsplan
der Stadt könne in drei Stufen geteilt werden, zum Ersten in
Alphabetisierungs- und Sprachkurse, zum Zweiten die "Mama lernt
Deutsch"-Kurse. Hier gehe neben Spracherwerb auch um die Bewältigung
von Alltagsanforderungen. Drittens nannte sie den Aufbaukurs
Frauenkolleg, der neben der Erfüllung von Integrationsanforderungen
auch den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen soll. Insgesamt
stehe das Wiener Integrationskonzept für Chancengleichheit.
Enttäuscht zeigte sich Frauenberger über die "völlig undurchsichtigen
Behördenwege" für Nostrifikationen. Hier sei der Bund gefordert.
(Forts.) kad/hul
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