• 26.01.2012, 09:57:09
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  • OTS0067 OTW0067

Stellungnahme zur Patientin Sandra W.

Wien (OTS) - Zu den aktuellen Pressemeldungen dürfen wir wie folgt
entgegen:

- Das Krankenhaus Göttlicher Heiland hat Frau W. nicht abgewiesen.
Gemäß der Untersuchung wurde entschieden, dass ein stationärer
Aufenthalt nicht indiziert ist. Ein Termin für nächsten Tag wurde
vereinbart.

- Die Blutungen waren zu diesem Zeitpunkt nur leicht.

Ansonsten verweisen wir auf nachstehende Stellungnahme.

Stellungnahme vom 26.1.2012 zur Patientin Sandra W:

Wir bedauern sehr, dass Sandra W. ihr Kind verloren hat. Ebenso
bedauern wir, dass sich Frau W. mit ihrer Angst bei uns nicht
ausreichend betreut gefühlt hat.

Wie der Verlauf der Tage nach der sorgfältigen Untersuchung der
Schwangeren durch zwei Ärztinnen in unserem Haus gezeigt hat, waren
häusliche Bettruhe, die entsprechende Medikation und das Abwarten
einer Besserung zwar medizinisch angemessen, aber schließlich doch
nicht genug. Gerade in einer so belastenden Situation ist der
psychologische Beistand neben der sorgfältigen medizinischen
Versorgung unabdingbar.

Hier hätten wir etwas besser machen können: Die stärkende
Kommunikation ist uns in dieser Situation offensichtlich nicht
gelungen. Frau W. schien bei der Untersuchung besonders ruhig und
gefasst, was unsere Einschätzung ihrer Angst leider erschwerte. Um
sicher zu gehen, wurde für den nächsten Tag ein Termin für die
Geburtsanmeldung und natürlich die Kontrolluntersuchung vereinbart;
diesen Termin hat Frau W. leider nicht wahrgenommen.

Noch ein paar Fakten zum medizinischen Sachverhalt: Blutungen
kommen in der Frühschwangerschaft häufig vor und werden in ihrer
Intensität oft sehr unterschiedlich wahrgenommen. Als Frau W. unsere
Ambulanz aufsuchte, war die Blutung nur leicht und keine Indikation
für eine stationäre Aufnahme. Es wurden häusliche Bettruhe und eine
Medikation verordnet. Eine stationäre Aufnahme hätte diesen Verlauf
nicht verhindern können.

Wir hoffen, dass Frau W. diesen Schicksalsschlag mit geeigneter
Betreuung möglichst bald bewältigen kann. Wenig bekannt ist, dass
fast jede 4. Schwangerschaft in den ersten Wochen verloren geht.
Natürlich bringt das für die Betroffenen erhebliche psychische
Belastungen. Aber die Erfahrung zeigt, dass Folgeschwangerschaften
oft unmittelbar möglich sind und auch gut verlaufen.
Für Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsführer Dr. Johannes
Steinhart (Ärztlicher Direktor) und Mag. Martin Steiner
(Verwaltungsdirektor), der Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und
Geburtshilfe Prim. Dr. Albert Mayer und die PR-Verantwortliche Mag.
Sigrid Kern gerne zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Mag. Sigrid Kern
   PR & Marketing
   
   Krankenhaus Göttlicher Heiland 
   A-1170 Wien, Dornbacher Strasse 20-28
   
   TEL.: 01/400 88 - 9320
   E-MAIL: [email protected]
   WEB: www.khgh.at

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