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Ärztekammer zu Spitalsabweisung: Zeichen für zunehmende Engpässe

Mayer fordert Ehrlichkeit in der Spardiskussion im Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Der Fall einer durch Wiener Spitäler abgewiesenen schwangeren Frau mit anschließender Fehlgeburt führt nun zu einer Reaktion aus der österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). Der Vorfall sei sehr bedauerlich, doch ein Zeichen für durch Sparmaßnahmen verursachte Engpässe in den Krankenhäusern, sagte der Bundesobmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer, Donnerstag in einer Aussendung.

Die gegenwärtige politische Diskussion, die eine Einsparsumme von 1,8 Mrd. Euro zum Gegenstand habe, ist für den hohen Ärztevertreter vor dem Hintergrund dieses aktuellen Falls "äußerst widersprüchlich". Man könne nicht von den Spitälern verlangen, alle Bürgerinnen und Bürger zu betreuen, wie dies Gesundheitsminister Stöger verlange, wenn gleichzeitig "an allen Ecken und Enden eingespart wird, dass es nur so kracht", sagte Mayer.

Mayer wendet sich gegen die "Scheinheiligkeit der Auseinandersetzung" und appelliert an die Gesundheitspolitik, der Bevölkerung "reinen Wein über die zu erwartenden Leistungskürzungen in den österreichischen Spitälern im Zusammenhang mit den geplanten Einsparungen" einzuschenken. Der Bundesobmann der angestellten Ärzte: "Schon jetzt sind die Spitalsärztinnen und Spitalsärzte mit dramatischen Arbeitsbedingungen, die nahezu übermenschlichen Einsatz erfordern, konfrontiert. Eine sparbedingte weitere Verschlechterung wird ohne Zweifel auch zu Lasten der Patienten gehen." (ms)

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