• 25.01.2012, 11:11:01
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Bundespräsident Fischer und Kulturministerin Schmied verliehen gestern 6 KünstlerInnen den Österr. Kunstpreis 2011 - BILD, Audio

"Wer offen ist für Neues und sich in die Hände dieser KünstlerInnen begibt, wird ungewohnte und ungewöhnliche Erfahrungen machen."

Wien (OTS) - Sechs Künstlerinnen und Künstler wurden gestern,
Dienstag, 24. Jänner 2012, durch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer
und Kulturministerin Dr. Claudia Schmied mit den Österreichischen
Kunstpreisen 2011 ausgezeichnet.

"Der Österreichische Kunstpreis ist ein notwendiges und
vielstimmiges Bekenntnis zu zeitgenössischer Kunst in ihren
vielfältigen Ausdrucksformen" so Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.

"Alle PreisträgerInnen repräsentieren wichtige und prägende
Positionen der österreichischen Gegenwartskunst und machen
eindrucksvoll sichtbar, wie umfassend und vielfältig das Werk
österreichischer Kunstschaffender ist. Ihre Kunst ist komplex und
vielschichtig, eigenwillig und eigensinnig im besten Sinne des
Wortes. Ihre Kunst erfordert Geistesgegenwart, Neugierde und Empathie
- wer offen ist für Neues und sich in die Hände dieser KünstlerInnen
begibt, wird ungewohnte und ungewöhnliche Erfahrungen machen", so
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied, die betonte: "Gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir die Werte
der Kultur pflegen und weiter entwickeln. Die Kunstschaffenden
leisten einen wesentlichen Beitrag, dass wir unser Tun kritisch
reflektieren und nach neuen Wegen suchen."

Der Österreichische Kunstpreis wird etablierten Künstlerinnen und
Künstlern für ihr umfangreiches, international anerkanntes Gesamtwerk
zuerkannt und ist mit 12.000 bzw. 15.000 Euro (für die Sparte Film)
dotiert. Zum zweiten Mal wurde der Österreichische Kunstpreis
(vormals Würdigungspreis) im Rahmen eines Festaktes, der alle sechs
Kategorien in einer Verleihung bündelt, vergeben. Christian
Ankowitsch führte durch den Abend, die Festrede hielt die deutsche
Bachmann-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff. In kurzen
Videoporträts, gestaltet von Niki Griedl, wurden die PreisträgerInnen
vorgestellt. Musikalisch begleiteten den Abend Agnes Heginger & Georg
Breinschmid, 'Federspiel' und ein Streichquartett des Klangforums
Wien. Franz Schuh las aus seinem Buch "Schwere Vorwürfe, schmutzige
Wäsche". Thomas Gratzer zeichnete für die Gestaltung des Abends
verantwortlich.

Die diesjährigen PreisträgerInnen im Überblick:

Video- und Medienkunst:   Robert Adrian 
Musik:                    Gerd Kühr
Künstlerische Fotografie: Michaela Moscouw 
Film:                     Barbara Reumüller
Literatur:                Franz Schuh
Bildende Kunst:           Walter Vopava 


Zu den Preisträgern:

Robert Adrian (Video- und Medienkunst)
Geboren 1935 in Toronto, lebt seit 1972 in Wien. Robert Adrian war
mit seinen Installationen, Bildern, Skulpturen und
Telekommunikationsprojekten bei der Biennale in Venedig (1980 und
1986) genauso vertreten wie bei der Biennale von Sydney und
zahlreichen anderen internationalen Ausstellungen. Seit 1979
beschäftigt er sich in Theorie und Praxis auch mit der Kunst in den
Neuen Kommunikationstechnologien. Er ist Initiator von Kunstradio On
Line.

Gerd Kühr (Musik)
Geboren 1952 in Maria Luggau (Kärnten), absolvierte sein
Kompositionsstudium am Mozarteum Salzburg bei Josef Friedrich
Doppelbauer und bei Hans Werner Henze in Köln sowie ein
Dirigierstudium bei Gerhard Wimberger (Mozarteum) und Sergiu
Celibidache. 1992 bis 1994 hatte Kühr eine Gastprofessur für
Komposition am Mozarteum und ab 1994 in Graz inne, seit 1995 ist er
ordentlicher Universitätsprofessor für Komposition und Musiktheorie
an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Graz. Sein
internationaler Durchbruch war die Uraufführung der Oper 'Stallerhof'
(Libretto von Franz Xaver Kroetz) 1988 bei der 1. Münchener Biennale.

Michaela Moscouw (Künstlerische Fotografie)
Geboren 1961 in Wien, lebt und arbeitet in Wien, zahlreiche
Ausstellungen im In- und Ausland: 2010 Dana Charkasi, 2009
Fotogalerie Wien, 2008 MUSA, 2007 21 Positions, New York, 2005
Kunstraum Innsbruck, 2005/2006 Museum der Moderne Salzburg,
Fotomuseum Winterthur.

Barbara Reumüller (Film)
Geboren 1964 in Innsbruck, lebt und arbeitet in Wien. Studium der
Anglistik/Amerikanistik und Italianistik an der Universität
Innsbruck, Abschluss 1988. Universitätslehrgang Kulturmanagement Uni
Linz, Abschluss 1995. 20 Jahre Erfahrung im Filmbereich in
verschiedenen Kontexten (Kinderfilmfestival, Österreichisches
Filmmuseum, Viennale). Beratung und Organisationsentwicklung sowie
publizistische Arbeit, Vorträge, Moderationen und (inter)nationale
Jurytätigkeit. Zahlreiche Veranstaltungen, Filmreihen, Premieren
u.v.m., Gründerin und Leiterin des 'identities. Queer Film Festivals
Wien sowie des dazugehörigen Filmverleihs und -vertriebs.

Franz Schuh (Literatur)
Geboren 1947 in Wien, studierte Philosophie, Geschichte und
Germanistik in Wien; von 1976 bis 1980 war er Generalsekretär der
Grazer Autorenversammlung, dann Redakteur der Zeitschrift Wespennest
und Leiter des essayistischen und literarischen Programms des Verlags
Deuticke. Neben seiner Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei
verschiedenen Rundfunkanstalten und Zeitungen, wirkt er auch als
Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Seit 2009 schreibt Schuh die Kolumne 'Verbrechen & Strafe' im Magazin
Datum.

Walter Vopava (Bildende Kunst)
Geboren 1948 in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Er
studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und zählt
heute zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Abstraktion in
Österreich.

Fotos der Verleihung, mehr Details zu den KünstlerInnen sowie eine
Audio Version der Festrede sind unter
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/20120125.xml abrufbar. Ab
Montag, 30. Jänner stehen die Aufzeichnung des Live-Video-Streams der
Verleihung sowie einzelne Videoporträts zu den PreisträgerInnen
ebenfalls online zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
   Mag. (FH) Julia Flunger-Schulz
   Pressesprecherin
   Tel.: +43 1 53120 5030
   mailto:[email protected]
   http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/index.xml

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