Dagmar Karisch-Gierer ist FEMtech-Expertin des Monats Jänner
Wien (OTS/BMVIT) - Um die Leistungen von Frauen in der Forschung
sichtbar zu machen, wählt eine interdisziplinär besetzte, unabhängige
Jury eine herausragende Expertin auf dem Gebiet der Forschung und
Technologie zur "FEMtech-Expertin des Monats". Im Jänner ist die Wahl
auf die Forstwirtin Dagmar Karisch-Gierer gefallen. Kernaufgabe der
FEMtech-Expertin des Monats Jänner 2012 ist die Aus- und
Weiterbildung von Menschen, die in der Forstwirtschaft tätig sind.
Ein Schwerpunkt liegt bei der Stärkung von Frauen in der
Forstwirtschaft. ****
Die Steirerin arbeitet als Fachreferentin und Qualitätsbeauftragte
am Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark in der Forstlichen
Ausbildungsstätte (FAST) Pichl. Die FAST Pichl wurde im Jahr 2007 als
erste forstliche Ausbildungsstätte Österreichs ISO zertifiziert. Die
Kernaufgabe liegt bei der Aus- und Weiterbildung von Menschen, die in
der Forstwirtschaft tätig sind, wobei sämtliche Bereiche bis hin zu
erneuerbaren Energien und Holzbau abgedeckt werden. Darüber hinaus
werden neue Bildungsangebote entwickelt und Versuche in den Bereichen
Waldbau, Ertragskunde und Forsttechnik durchgeführt.
Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Universität für
Bodenkultur in Wien begann Dagmar Karisch-Gierer bereits 1998 ihre
Karriere am Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark als
Projektleiterin. Sie leitete unter anderem den Arbeitskreis zur
betriebswirtschaftlichen Höherqualifizierung in der Forstwirtschaft
und entwickelte ein neues Geschäftsfeld
"Waldbiomasseversorgung-SÜDOST" durch die vorrangige Nutzung bisher
ruhender Holzreserven. Zusätzlich arbeitete sie an der Entwicklung
und Stärkung des Forst- und Holzstandortes im südlichen Österreich
und in Slowenien durch Aufbau von Vermarktungsstrukturen, Bildung,
Beratung und Know-how-Transfer.
Eines der aktuellen Projekte der Holz- und Forstexpertin beschäftigt
sich mit dem Thema "Frauen in der Forstwirtschaft". Projektziel ist,
Frauen die Scheu vor der männlich besetzten Forstwirtschaft zu
nehmen, sie für die Waldbewirtschaftung zu interessieren und ihnen
aktuelles Wissen aus den verschiedenen Bereichen der Forstwirtschaft
zu vermitteln. Dadurch werden Frauen zur intensivierten
Bewirtschaftung des eigenen Waldes motiviert, verstärkt
wirtschaftlich abgesichert und in ihrer Identität als Waldbesitzerin
gestärkt. Darüber hinaus sollen Waldbesitzerinnen miteinander
vernetzt und für die Mitarbeit in forstlichen Gremien gewonnen
werden, um ihre Bedeutung als Waldeigentümerin auch nach außen
sichtbar zu machen und ihren Input zu nutzen.
Auch außerberuflich setzt sich die zweifache Mutter für die Stärkung
der Frauen in der Forstwirtschaft ein. Bereits 2001 gründete sie mit
zwei Kolleginnen aus der Branche das Frauennetzwerk "Forstfrauen".
Der Verein verfolgt das Ziel, die Leistungen und Aktivitäten von
Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft aufzuzeigen und diese Frauen
sichtbar zu machen, sowohl in der Fachwelt als auch in der
nichtforstlichen Öffentlichkeit.
Die Stellung der Frauen in der Forstwirtschaft beschreibt Dagmar
Karisch-Gierer folgendermaßen: "Besonders erfreulich ist, dass einige
Kolleginnen Führungspositionen innehaben. Auffallend ist dabei
allerdings, dass Führungspositionen vor allem im öffentlichen Dienst
erreichbar zu sein scheinen, während Frauen in der
Privatforstwirtschaft sowohl als Führungskräfte als auch im mittleren
Management nach wie selten sind."
Das ausführliche Porträt der "FEMtech Expertin des Monats" finden Sie
auf www.femtech.at.
(Schluss)
Innovation und Technologie
Mag.a Marianne Lackner,
Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
marianne.lackner@bmvit.gv.at














