- 24.01.2012, 10:26:32
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LH Dörfler fordert massive Durchforstung des Kammersystems
Erfreut über Prölls Forderungen und Reformgedanken - Kammersystem zu aufgebläht, Pflichtbeiträge halbieren
Klagenfurt (OTS/LPD) - Das in Österreich nach wie vor blühende
Kammersystem sei schon lange nicht mehr zeitgemäß und erinnere eher
an kommunistische Methoden als an ein modernes leistungsfähiges
System, ist Landeshauptmann Gerhard Dörfler überzeugt. Er fordert
ein Umdenken und Neuordnen vieler öffentlicher Bereiche im Zuge von
Budgetkonsolidierungen und Optimierungsmaßnahmen, die gerade auch vor
den Kammersystemen in Österreich nicht halt machen dürften.
"Es kann nicht sein, dass in der öffentlichen Verwaltung, wie
beispielsweise in der Kärntner Landesregierung, rigorose Sparpakete
in Angriff genommen werden, die Zahl der Abteilungen im Amt der
Kärntner Landesregierung halbiert wurde und damit bereits jetzt über
200 Dienststellen eingespart werden konnten, und bei den Kammern und
Verbänden in Österreich nichts unternommen wird, sondern aufgeblähte
Apparate weiter verteidigt werden", sagt der Landeshauptmann, der
seinem Kollegen aus Niederösterreich, Landeshauptmann Erwin Pröll,
diesbezüglich völlig Recht gibt.
Der erste Schritt muss daher - forsttechnisch formuliert - ein
radikales Durchforsten und ein Beschränken auf das unbedingt
erforderliche Ausmaß der Kammern und so genannten
Interessensvertretungen sein. Eine umfassende Reform dieser
aufgeblähten Systeme hätte zur Folge, dass die derzeit eingehobenen
Pflichtbeiträge umgehend halbiert werden müssten. Darüber hinaus
würden die Unternehmen und Betriebe in ohnehin nicht ganz einfachen
Zeiten ihr Kapital sinnvoller als in ein veraltetes Kammersystem
investieren können.
Das derzeitige System von Kammern und Vereinigungen der
unterschiedlichsten Art müsse ohnehin generell hinterfragt werden,
stammt es doch aus einer Zeit, als im Zuge des großkoalitionären
Proporzes jede Partei ihre eigenen Interessenvertretungen installiert
habe. "Eine Entpolitisierung der derzeit bestehenden Vertretungen, ob
bei der Wirtschaft, Landwirtschaft, im Sport, bei den Autofahrerclubs
oder den Pensionistenverbänden, ist dringend notwendig und es könnte
damit sehr viel Steuergeld eingespart werden", so Dörfler.
Die Zeit sei reif, dass die Reformverweigerer und Blender im
Kammerstaat Österreich, die sich zu Lasten ihrer Pflichtmitglieder in
ein völlig abgehobenes und teures System einzementiert haben, den Weg
für ein notwendiges Durchforsten und Abspecken endlich frei geben, so
Dörfler. "Der Speck muss weg. Das muss für alle gelten, besonders für
den Kammerstaat Österreich. Die getroffenen Aussagen von LH Pröll zu
diesem Thema werden hoffentlich endlich für ein Aufbrechen der
starren Positionen in Wien sorgen", hofft der Landeshauptmann. Er
freue sich darüber, dass das von ihm oft kritisierte teure
Kammersystem erstmals auch von einem seiner höchsten Repräsentanten
in Frage gestellt werde.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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