OTS0179   23. Jan. 2012, 14:02

Steinhauser begrüßt Schaffung von Familiengerichtshilfe bei Obsorge- und Besuchsstreitigkeiten

Schlichtungsstelle sollte im Regelbetrieb Gang zu Gericht weitgehend ersetzen


"Die Schaffung einer Familiengerichtshilfe ist ein
Schritt in die richtige Richtung" freut sich der Justizsprecher der
Grünen, Albert Steinhauser, über die Ankündigung von Justizministerin
Karl. Die Grünen haben selbst schon länger die Schaffung einer
Schlichtungsstelle in Obsorge- und Besuchsrechtsstreitigkeiten
gefordert. Die Familiengerichtshilfe ist ein ähnliches Modell.
Steinhauser sieht darin die Chance, dass künftig Konfliktfälle nicht
vor Gericht ausgestritten, sondern mit Hilfe von SozialarbeiterInnen,
PsychologInnen und PädagogInnen gelöst werden.

Nach dem Pilotprojekt will Steinhauser aber die Familiengerichtshilfe
in einer Schlichtungsstelle institutionell verankert sehen. "Wir
müssen ansetzen bevor der Streit überhaupt zu Gericht geht, da das
schon eine Eskalationsstufe ist. Gibt es Probleme, soll daher die
Schlichtungsstelle Ansprechpartnerin sein und nur, wenn es dort zu
keiner Lösung kommt, das Gericht zuständig werden", begründet
Steinhauser.

Ob die Familiengerichtshilfe tatsächlich - wie von Justizministerin
Karl erhofft - billiger wird, ist für Steinhauser zweitrangig.
"Entscheidend ist, dass damit die Chance besteht, familiäre Konflikte
aufzuarbeiten und sie nicht mehr nach einer Trennung auf dem Rücken
der Kinder ausgetragen werden", sagt Steinhauser.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0179 2012-01-23 14:02 231402 Jän 12 FMB0007 0195



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