• 23.01.2012, 10:16:26
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Lunacek: "Gute Chancen für ersten Grünen wie offen schwulen Präsidenten in Finnland"

Grüne: Früherer Grüner Umweltminister Pekka Haavisto in Stichwahl für Präsidentenamt in Finnland

Wien (OTS) - "Gratulation zum zweiten Platz bei der gestrigen
Präsidentwahl in Finnland und viel Erfolg für die Stichwahl in zwei
Wochen", kommentiert die Europasprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek,
das Abschneiden des früheren Grünen Umweltministers und jetzigen
Parlamentsabgeordneten Pekka Haavisto bei der gestrigen ersten Runde
der Präsidentenwahlen in Finnland.

Lunacek hält die Chancen Haavistos für einen Sieg in der Stichwahl am
5. Februar alles andere als unwahrscheinlich: "Haavisto hat gute
Chancen in der Stichwahl gegen den konservativen Kandidaten Sauli
Niinistö zu gewinnen. Vor acht Jahren ist die jetzige finnische
Präsidentin Tarja Halonen auch überraschend Zweite in der ersten
Runde geworden und konnte dann im Endspurt die Mehrheit der Stimmen
auf sich vereinen. Wenn es Pekka Haavisto gelingt, nicht nur die
Mitte-Links-Stimmen hinter sich zu scharen, sondern auch einige aus
dem Mitte-Rechts-Lager, dann könnte in zwei Wochen der erste offen
schwule Präsident in Europa ein Grüner sein."

Lunacek hat Pekka Haavisto als ihren Vorgänger in der Funktion des
Ko-Vorsitzenden der Europäischen Grüne Partei (EGP) kennen und
schätzen gelernt. Auch aus dieser persönlichen Erfahrung heraus gibt
sie ihm hohe Erfolgsaussichten: "Haavistos Chancen, auch Bürgerinnen
und Bürger aus dem Mitte-Rechts-Lager zu gewinnen, sind intakt:
Schließlich hat sich Pekka mit seiner ruhigen aber bestimmten Art
quer durch fast alle politischen Lager Anerkennung geschaffen. Zu
seinem hohen Ansehen in der Öffentlichkeit trägt auch sein
entschiedenes Engagement für den Friedensprozess in Darfur und sein
Einsatz zur Aufklärung um die Gefahren der panzerbrechenden
Uranmunition (deren Projektile enthalten abgereichertes Uran) in den
Kriegsgebieten Ex-Jugoslawiens bei. Finnlands Außen- und speziell
Friedenspolitik spielt bei den Präsidentenwahlen traditionell eine
wichtige Rolle."

Besonders erfreulich ist für Lunacek der Ausgang der ersten Runde der
finnischen Präsidentschaftswahlen auch deswegen, da sich der Chef der
nationalistisch-antieuropäischen "Wahren Finnen", Timo Soini, mit 9,4
Prozent der Stimmen geschlagen geben musste; bei der Parlamentswahl
im letzten Jahr hatte er noch knapp 20 Prozent erreichen können.
Lunacek: "Ein Erfolg der pro-europäischen und antirassistischen
Politik in Finnland, die mit einem Grünen Präsidenten in zwei Wochen
einen krönenden Abschluss finden sollte."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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