• 22.01.2012, 11:22:17
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Petar Pismestrovic - Karikatur darf giftig sein, aber nicht mit einer Überdosis - BILD

v.l.n.r. Gottfried Gusenbauer, Wolfgang Derler, Barbara Schwarz, Petar Pismestrovic, Gustav Peichl

Wien (OTS) - Gottfried Gusenbauer, der neue Direktor des
Karikaturmuseum Krems, Österreichs einzigem Haus für Karikatur,
Bildsatire und Cartoon, eröffnete am 21. Jänner 2012 die erste
Ausstellung in seiner neuen Funktion: eine Schau im IRONIMUS-Kabinett
mit 70 Werken von Petar Pismestrovic, dem Karikaturisten der Kleinen
Zeitung.

Im Zuge der Eröffnung moderierte der Doyen der österreichischen
Karikatur, Gustav Peichl, ein Künstlergespräch mit dem
kroatisch-österreichischen Zeichner, an der auch das Publikum eifrig
teilnahm.

Landesrätin Barbara Schwarz, die in Vertretung von Landeshauptmann
Erwin Pröll die Eröffnung übernahm, betonte, wie wichtig es für
Politikerinnen und Politiker sei, karikiert zu werden, auch wenn es
manchmal weh tue. Peichl bekräftigte "Ein Politiker ist erst dann ein
Politiker, wenn er in die Karikatur Einzug genommen hat".

Zum sonntägigen EU-Referendum in seiner ersten Heimat Kroatien
äußerte sich Pismestrovic "Kroatien ist schon in Europa": In seiner
zweiten Heimat Österreich (der Künstler verließ Jugoslawien im
Bürgerkrieg 1991) ist er gut aufgehoben und fühle sich in puncto EU
als Kroate in Europa.

Auf die Frage aus dem Publikum "Wie weit darf Karikatur gehen?"
meine Pismestrovic: "Man muss wissen, für wen man zeichnet. Eine
Autozensur muss es schon geben, verletzen darf man nicht, auch nicht
brutal sein. Karikatur darf giftig sein, aber nicht mit einer
Überdosis". In der Debatte rund um die Mohammed-Karikaturen in
Dänemark sei die Karikatur politisch instrumentalisiert worden.
Peichl meinte, "es darf keine Tabus geben, aber auf Gefühle muss
Rücksicht genommen werden."

Beim abschließenden get-together plauderten Jutta Pichler,
Kuratorin der Ausstellung, mit den Karikaturisten-Kollegen Jakob
Kirchmayr, Markus Szyskowitz, Bernd Ertl, Daniel Jokesch und Joe
Békési.

Bürgermeisterin Ingeborg Rinke und deren Stellvertreter Wolfgang
Derler, Altbürgermeister Erich Grabner, Elfriede Mayrhofer,
Bezirkshauptmann Krems, Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums,
sowie Kunstmeile Krems-Geschäftsführerin Cornelia Lamprechter
genossen die entlarvenden Zeichnungen und Prominenten-Porträts von
Petar Pismestrovic, die bis 22. Jänner 2013 im Karikaturmuseum Krems
zu sehen sind.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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   Kunstmeile Krems Betriebs GmbH / Kunsthalle Krems
   Franz-Zeller-Platz 3, 3500 Krems an der Donau

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