- 22.01.2012, 11:12:55
- /
- OTS0015 OTW0015
Wlodkowski: SP-Belastungslawine für Bauern käme Österreich teuer zu stehen
LK Österreich: Intelligent sparen und nicht Steuerlast noch weiter erhöhen
Wien (OTS) - "Fassungslos stehen Österreichs Bäuerinnen und Bauern
den AK-, ÖGB- und SPÖ-Vorstellungen zur Budgetsanierung gegenüber.
Geht es nach diesen Organisationen, rollt auf die Landwirtschaft eine
Belastungslawine im Ausmaß von jährlich rund 1 Mrd. Euro zu, womit
dann 3 % der Bevölkerung 50 % des gesamten Sanierungsbedarfes zu
schultern hätten. Nicht nur, dass die Landwirtschaft bis 2015 bereits
240 Mio Euro vor allem in den Bereichen Strukturen, Verwaltung und
Projekte einsparen wird, soll nach SPÖ-Vorstellungen zusätzlich auch
noch tief ins Bauerneinkommen hineingeschnitten werden. Diese
Belastungslawine, die in einer ersten Welle zwar nur die Bauern
träfe, würde Österreich letztlich sehr teuer zu stehen kommen: Denn
der Verlust der agrarischen Investitionen kostet, wie das WIFO
errechnet hat, im ländlichen Raum über 20.000 Arbeitsplätze, jene
Personen gar nicht mitgerechnet, die zusätzlich auf den Arbeitsmarkt
drängen würden, weil sie ihre Höfe aufgeben müssten. Diese SPÖ-Pläne
haben mit Gerechtigkeit, wie sie dort immer gepredigt wird, nichts zu
tun. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, doch können und
wollen wir nicht allein die Hälfte der Budgetsanierung tragen
müssen", wies Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, die
Steuer- und Belastungspläne der SPÖ aufs schärfste zurück.
Konkret würden die SPÖ-Belastungs-Pläne zu einem Minus von 100
Mio. Euro bei den bäuerlichen Einkommen durch Streichungen bei den
Ausgleichszahlungen und Abschaffung der Mineralölsteuervergütung
führen. Weitere 190 Mio. Euro mehr Belastung kämen durch höhere
Pensionsbeiträge auf die Betriebe zu, über 200 Mio. Euro Mehrkosten
für die Bauern nach Berechnungen der AK entstünden beim Wegfall der
Steuerpauschalierung. Weitere völlig unsymmetrische soziale
Belastungen, wie die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage oder die
Änderung der Familienförderung würden erneut die Landwirte einseitig
und nicht im gesellschaftlichen Gleichklang treffen. Mit der Anhebung
der Grundsteuer, der Wiedereinführung der Erbschafts- und
Schenkungssteuer, der Vermögenssteuer und der Steuer auf
Veräußerungsgewinne von Immobilien kämen noch zusätzlich mehrere
hundert Mio. Euro an agrarspezifischen Belastungen zu.
"Die Landwirtschaft kann sich Abgaben auf Umwidmungsgewinne als
ihren Budgetsanierungs-Beitrag vorstellen, doch Einschnitte in das
Bauerneinkommen werden strikt abgelehnt. Es ist absolut ungerecht,
wenn sich Arbeiter und Angestellte, Beamte und Pensionisten 2012 über
deutliche Lohn- und Gehaltszuwächse freuen können, die Bauern
hingegen aber müssten ein Minus hinnehmen. Darüber hinaus wäre eine
solche Politik auch für die Wirtschaft mehr als schädlich: Denn jeder
Euro, den die Landwirtschaft investiert, löst 5 weitere aus. Wir
tragen eine Sanierung mit Augenmaß mit, für die Bauernfamilien
ruinöse Belastungen werden nie unsere Zustimmung erhalten", so
Wlodkowski abschließend.
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich, Dr. Josef Siffert
Tel.: +43/1/53441-8521 mailto: [email protected]
www.lk-oe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM






