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MKV: Mehr Begabtenförderung um Durchschnittsfalle zu vermeiden

Modulare Oberstufe bringt Modernisierung des Bildungssystems

Wien (OTS) - Als wichtigen Beitrag zur Reform der Oberstufe und
damit zur Modernisierung des Bildungssystems sieht der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) die nun beschlossene "modulare Oberstufenreform", erklärte heute der Vorsitzendende des MKV, Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.

Mit der Schaffung der Kompetenzmodule werde das System leistungsfähiger, Unterrichtsgegenstände können vorgezogen und ein früherer Antritt zur Reifeprüfung in diesen Fächern werde ermöglicht. Durch eine stärkere Individualisierung des Unterrichts können auch Begabungen und Talente besser gefördert werden.

"Die Reform bringe ein erweitertes Frühwarnsystem bei punktueller Leistungsschwäche, mehr individuelle Lernbegleitung und Förderkurse um Schwächen und Defizite ausgleichen zu können", sieht Kukacka eine Reihe von Vorteilen in dieser Neuregelung.

"Damit dieses modulare System im Bereich der Einzelförderung aber auch funktioniert, müssen die finanziellen Mittel für zusätzliche Kurse und Lernbegleitung vorhanden sein und daran hapert es derzeit gewaltig", sagt Kukacka.

"Mit den geringen zusätzlichen Ressourcen, die derzeit zur Verfügung gestellt werden, sind diese Ziele kaum erreichbar. Mehr Förderkurse der Risikoschüler und ein zusätzliches Unterstützungsangebot sind damit kaum wirksam und nachhaltig durchführbar", zeigt Kukacka die Schwachstellen der derzeitigen Lösung auf.

Der MKV fordert deshalb - nach dieser richtigen organisatorischen Reform - als nächsten Schritt die Aufstockung der finanziellen Mittel für die "Individualisierung" damit die geplanten und bildungspolitisch berechtigten Förderungsmaßnahmen auch tatsächlich wirksam umgesetzt werden können.

Nur dann kann tatsächlich verhindert werden, was auch Professor Markus Hengstschläger mit seinem Begriff "Durchschnittsfalle" kritisiert, dass nämlich unser Bildungssystem Talente und Begabungen vernachlässige und bestenfalls den Durchschnitt fördere. Denn das Land brauche "Peaks und Freaks, also Spitzenleistungen und größtmögliche Individualität" (Markus Hengstschläger).

"Gerade dazu muss eine moderne Oberstufenreform einen wirksamen Beitrag leisten", so Kukacka abschließend.

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