- 20.01.2012, 17:54:25
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Neues Volksblatt: "Verteilte Last" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 21. Jänner 2012
Linz (OTS) - Die Quadratur des Kreises ist ein Kinderspiel im
Vergleich zum Schnüren des Sparpakets. Es ist unmöglich, die
verschiedenen Positionen so unter einen Hut zu bringen, dass alle
Gruppierungen ihre Interessen zu hundert Prozent gewahrt sehen.
Anders gesagt: Wer sich besonders einbetoniert, ist am Ende zu
unbeweglich, als dass er mit einem Kompromiss noch leben könnte.
Die Kunst der Regierung wird es nicht sein, dass am Ende des Tages
niemand beleidigt ist, sondern, dass dem Sparpaket ein größtmöglicher
Gerechtigkeitscharakter anhaftet. Oberösterreichische ÖAAB-Vertreter
haben das mit einem Vergleich illus-
triert: Tragen zwei oder drei Menschen einen schweren Sack, brechen
sie unter der Last zusammen; tragen ihn viele Menschen, ist die Last
bewältigbar. In Zahlen ist diese Last bereits gefasst: es geht um
zehn Milliarden Euro bis 2016, das ist enorm viel Geld. Aber, nur so
zum Vergleich: Zuletzt gaben die Österreicher im Jahr vier Milliarden
Euro für den Urlaub aus, jeder Österreicher - vom Säugling bis zum
Greis - hat statistisch eineinhalb Handys und alleine im Dezember
erzielte der Handel im Weihnachtsgeschäft zusätzlich einen Umsatz von
1,6 Milliarden Euro. Wir dürfen sicher ein wenig jammern, wenn das
Sparpaket geschnürt ist, aber - siehe oben -, wenn die Maßnahmen
gerecht verteilt sind, muss es zum "derheben" sein.
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