- 20.01.2012, 13:43:29
- /
- OTS0158 OTW0158
Findeis: NÖ-Kriminalstatistik ist alarmierend: 7,5 Prozent mehr Delikte als im Vorjahr
Langjährige Forderung nach mehr Personal für die Exekutive einmal mehr untermauert; Statistische Spielchen sind abzulehnen
St. Pölten (OTS/SPI) - "Die im österreichweiten Vergleich
überdurchschnittlich gestiegene Kriminalität in Niederösterreich
bestätigt uns in der Forderung, dass die Exekutive umgehend mehr
Personal für Niederösterreich benötigt", kommentiert der
Sicherheitssprecher der SPÖ-NÖ, LAbg. Hermann Findeis, heute
veröffentlichte Zahlen, wonach die Kriminalität in Niederösterreich
im Jahr 2011 um 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 gestiegen ist.
"Dass auch die Zahl der aufgeklärten Fälle gestiegen ist und die
Aufklärungsquote nur leicht gesunken ist, zeigt die hervorragende und
engagierte Arbeit der PolizeibeamtInnen, die trotz widrigster
Arbeitsbedingungen Tag für Tag Außerordentliches leisten. Ihnen allen
möchte ich auf diesem Wege auch meinen herzlichsten Dank für ihr
großartiges Engagement aussprechen", betont Findeis.
Insgesamt wurden 2011 um fast 5.500 Fälle mehr zur Anzeige gebracht
als im Jahr 2010, das waren alles in allem 78.634 Delikte. Ein
leichter Rückgang bei den Wohnungs- und Hauseinbrüchen ist zwar
zweifellos ein kleiner Lichtblick, kann aber über die drastische
Steigerung insgesamt nicht hinwegtäuschen. "Es ist sowohl den
Menschen, die Opfer von Kriminellen werden, gegenüber absolut
unzumutbar als auch gegenüber den PolizistInnen, wenn mit
statistischen Spielchen versucht wird, politisches Kleingeld zu
wechseln. An einem derart starken Ansteigen der Kriminalität ist es
wahrhaft schwer, noch etwas Positives zu finden", äußert LAbg.
Hermann Findeis Unverständnis über die haarsträubenden
Umdeutungsversuche der ÖVP-NÖ.
Auch die vom Innenministerium betonte, österreichweite, langfristig
rückläufige Entwicklung der Kriminalität relativiert Findeis: "Man
muss immer in Betracht ziehen, von welchem Wert man ausgeht. In den
Jahren 2002 und 2003 gab es absolute Horrorzahlen mit 591.584 bzw.
643.286 Fällen in ganz Österreich. Nimmt man aber dagegen das Jahr
1998 oder 1999 als Vergleich her, sieht die Sache freilich anders
aus, damals wurden um weit über 100.000 Delikte weniger begangen,
nämlich 479.859 bzw. rund 493.000! Erschwerend kommt noch hinzu, dass
in der Zwischenzeit ja auch noch die Zählweise geändert wurde. Vor
diesem Hintergrund präsentieren sich die im Jahr 2011 angezeigten
540.007 Fälle leider anders", macht Findeis deutlich. "Die Zahlen
bestätigen einmal mehr unsere Forderung. Die Polizei braucht dringend
mehr Personal - und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auf den
Straßen und in den Wachstuben", so LAbg. Hermann Findeis
abschließend.
(Schluss) kr
Rückfragehinweis:
SPÖNÖ-Landtagsklub/SPÖNÖ Landesregierungsfraktion Rita Klement Pressereferentin Tel.: 02742 9005 DW 12506, Mobil: 0676/7007309 mailto:[email protected] http://www.landtagsklub.noe.spoe.at/
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN






