ÖH zu Universitätsbericht: von "Erfolgsgeschichte" meilenweit entfernt
Hochschulen leiden an chronischer Unterfinanzierung, Studierende haben weder am Anfang noch am Ende ihres Studiums ausreichend Unterstützung
Wien (OTS) - Nach der Präsentation des Universitätsberichts
breitet sich bei der ÖH Ernüchterung aus. "Es war ein Versuch des
BMWF den gesamten Universitätsbereich so gut wie möglich zu schönen.
Manchem können wir zustimmen wie zum Beispiel der Forderung nach mehr
finanziellen Mitteln und besseren Betreuungsrelationen. Bei der
Frage, diese Ziele zu erreichen, gehen die Meinungen jedoch weit
auseinander. Es wird immer offensichtlicher, dass es Töchterles
Wunsch ist, die Türen der Unis für Studierende zu schließen", so
Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.
"Wenn wir über Kapazitäten sprechen, dann über einen Ausbau dieser,
damit ausreichend Studienplätze für alle bereit stehen - auch in
Zukunft. Töchterle sieht andererseits seinen Auftrag anscheinend
darin, eine kleine Gruppe AkademikerInnen hervorzubringen, während
unzähligen jungen Menschen der Zugang zum Hochschulsystem versperrt
wird", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär. "Ein erstes
Anzeichen ist schon die jetzige Studieneingangs- und
Orientierungsphase, die ganz offensichtlich und von Studierenden
bestätigt, eine Knock-Out-Phase darstellt."
"Auch den schon im Studium fortgeschrittenen Studierenden z.B.
DoktorandInnen ergeht es in keinster Weise so hervorragend wie in der
Präsentation des Berichts behauptet. De facto befinden sich gerade
JungforscherInnen in extrem prekären Situationen. Es besteht weder
Planungssicherheit, noch eine angemessene Entlohnung ihrer
tatsächlich geleisteten Arbeit", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.
"Wir fordern eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Zielen für die
Zukunft des Hochschulsystems. Mit Verschleierung und Schön-Reden
kommen wir nicht weit. Die 2 Prozent des BIP und eine 38 prozentige
AkademikerInnenquote sind das Ziel, Herr Minister!"
Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at














