LR Ragger: Handlungsbedarf bei Stromanbietern
Massive Strompreiserhöhung trifft die sozial Schwächsten
Klagenfurt (OTS/LPD) - Mit großer Sorge registriert Sozialreferent
LR Christian Ragger die massive Erhöhung des Strompreises durch die
Kärntner Anbieter KELAG (8,5 %) und Energie Klagenfurt (8,7 %). "Wir
wurden schon im Vorjahr damit konfrontiert, dass immer mehr sozial
schwache Kärntnerinnen und Kärntner ihre Stromrechnungen nicht
bezahlen konnten. Durch einmalige Zuschüsse im Rahmen der Hilfe in
besonderen Lebenslagen wurde im Vorjahr etwa 300 Bedürftigen
geholfen. Es ist zu befürchten, dass dieser Preisschub die Lage
verschärfen wird", teilte Ragger mit. Die Erhöhung verursache bei
einem Vierpersonenhaushalt Mehrkosten von bis 100 Euro pro Monat.
In diesem Zusammenhang wies Ragger darauf hin, dass auch die
steuerliche Belastung, mit Elektrizitätsabgabe und Mehrwertsteuer,
als enormer Kostentreiber wirke. "Wenn im Zusammenhang mit den
Sparplänen auch eine Anhebung der Energiesteuern diskutiert und dies
sogar als gute Umweltidee gefeiert wird, sollte man bedenken, dass
dies für die Einkommensschwachen fatale Auswirkungen hat. Ich fordere
den Aufsichtsrat und Vorstand auf sozialverträgliche Tarife
umzusetzen", bekräftigte Ragger.
Weiters appellierte Ragger an die Kärntner Stromanbieter, bei
solchen massiven Erhöhungen wie ab Beginn dieses Jahres zu überlegen,
dass sie damit auch soziale Probleme schaffen können. Die
Energie-Armut sei jedenfalls ein Problem, das leider auch bei uns,
wie im übrigen EU-Raum, zunehme.
(Schluss)
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